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Der Wunsch der Gemeinde Wolfstein nach einer flexibel nutzbaren Kindertagesstätte wurde von WSW & Partner auf einem freistehenden Eckgrundstück in der Bahnhofstraße umgesetzt.
Der Kindergarten beherbergt vier Gruppenräume mit Stillbeschäftigung sowie eine Galerie und einen Mehrzweckraum, die untereinander kombinier- und koppelbar sind. Die vier Gruppenräume sind in dem riegelförmigen Gebäude jeweils links und rechts neben dem Mehrzweckraum organisiert. Dieser Mehrzweckraum bietet dem Kindergarten eine zusätzliche Aktionsfläche und stellt das Zentrum des Gebäudes dar.
In intensiver Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und der Kindergartenleitung wurden alle Wünsche und Details von und mit den Beteiligten vor Ort besprochen, so konnte eine möglichst große Zufriedenheit auf beiden Seiten erreicht werden.
Schwierige Anschlussdetails, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich wurden durch sorgfältige Planung und ständige Kontrolle vor Ort gemeistert und letztlich zur technisch korrekten und sauberen Ausführung gebracht. Der Besucher wird durch die dynamisch geschwungene rote Wandscheibe vom Eingangsbereich direkt zum Mehrzweckraum geleitet. Von dort kann man sowohl in die angrenzenden Gruppenräume gelangen, als auch in den Außenbereich gehen. Im Außenbereich entstand zusätzlich ein Gerätehaus, in dem notwendige Gerätschaften Platz finden. Es wurde in Holzbauweise ausgeführt und besitzt ein Pultdach. In seiner Formensprache stellt es den Kleinen Bruder der Kindertagesstätte dar.
Besonderheiten
Der ökologische Grundgedanke des Entwurfes wurde bei der Dämmung des Gebäudes durch eine Fassadenbekleidung mit Mineralschaumplatten, einer Zellulose-dämmung im Dachbereich, natürlichen Linoleum-Bodenbelägen und einer Regenwasserzisterne umgesetzt.
Auch die Beheizung der Tagesstätte trägt durch eine Gas-Brennwertanlage zum umweltbewussten Umgang mit Brennstoffen bei.
Eine technische Besonderheit der Wolfsteiner Kindertagesstätte stellt die Blower-Door Prüfung dar, die durch externe Fachingenieure durchgeführt wurde. Das Blower-Door Verfahren dient dem Dichtigkeitsnachweis eines Gebäudes und kann als Nachweis für eine technisch hochqualitative Bauausführung angesehen werden.
Mit einem vorgegebenen n50 Maximal-Wert von 3,0 schnitt das Gebäude mit n50 = 1,2 sehr gut ab.
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