Benutzerspezifische Werkzeuge
Öffentliche Ausschreibung

Die Verbandsgemeinde Rülzheim schreibt im Auftrag der Ortsgemeinde Rülzheim und der Verbandsgemeindewerke Rülzheim auf der Grundlage der VOB/A die Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet Nord II in Rülzheim öffentlich aus.

Näherte Einzelheiten zur Ausschreibung finden Sie > hier 

Развитие новых промышленых и жылых районов

Мы создаем условия для создания промышленных предприятий и развития жилых районов.

От крупномасштабного планирования (регионального планирования) в отношении городского развития до завершение  инфраструктуры  "под ключ".

Мы планируем и строим совместно с нашими региональными партнерами необходимые транспортные дороги, питающие линие и трубопровод для сброса промысловых вод и также зоны отдыха (детские площадки, спортплощадки и озеленение ландшафта).

Мы координиваем проекты, координиваем все необходимые работы и Вы получите все услуги от одной руки - от WSW как центральное контактное лицо.

Development of industrial and residential areas

We create the conditions for the settlement of industrial enterprises and the development of new housing areasFrom the large-scale planning (regional planning) 
about the urban design to "turnkey"delivery of infrastructure.


We design and build with our regional partners: the roads, the complete technical infrastructure (water- and sewage-systems, gas, electric power, lightning, broadbend) and also the 
recreational facilities (playgrounds and sports courts, landscaping).

We coordinate the project management, all necessary work and you get all this performance "a one-stop" - with WSW as your central contact person.

 

 

Ergebnisbericht

Inhaltsverzeichnis

1.... Anlass und Aufgabenstellung.. 4

2.... Exkurs. Ablauf der Stadtsanierung.. 7

2.1   Vorstudie. 7

2.2   Vorbereitende Untersuchung. 7

2.3   Sanierungskonzept / Rahmenplan. 7

2.4   Festlegung des Sanierungsgebietes. 7

2.5   Durchführung von Sanierungsmaßnahmen. 8

2.6   Aufhebung der Sanierungssatzung. 8

3.... Situation der Stadt Grünstadt.. 9

3.1   Entstehungsgeschichte. 9

3.2   Stadtteilfunktion des Untersuchungsgebietes. 10

4.... Gemeindliche und übergemeindliche Entwicklungsziele.. 11

4.1   Gemeindliche Entwicklungsziele. 11

4.2   Übergemeindliche Entwicklungsziele. 11

4.2.1     Zentrale-Orte-Struktur 11

4.3   Ziele des Flächennutzungsplans. 13

5.... Nachweis von städtebaulichen Missständen/ Begründung der Erforderlichkeit von Sanierungsmassnahmen.. 14

6.... Beteiligung und Mitwirkung der Betroffenen / Nachweis des öffentlichen Interesses.. 16

7.... Potenziale und Restriktionen zur Entwicklung deS Stadtzentrums   18

7.1   Potenziale. 18

7.2   Restriktionen. 19

8.... Vorbereitende Untersuchungen – städtebauliche Situation.. 20

8.1   Bauzustand allgemein – Sanierungsbedarf an Gebäuden. 20

8.1.1     Denkmalschutz, Denkmalzonen und Bauzustand. 22

8.1.2     Bauliche Dichte und Bauzustand. 23

8.2   Funktions- Nutzungsverteilungen im Untersuchungsgebiet 24

8.3   Ausstattung des Untersuchungsgebietes mit Grün und Freiflächen. 25

8.4   Verkehrliche Situation des Untersuchungsgebietes. 26

8.5   Baurechtlich – planerische Situation im Untersuchungsgebiet 28

9.... Anzustrebende allgemeine Ziele – Vorläufiges Sanierungskonzept   29

9.1   Definition „Leitbild“ 29

9.2   Leitbild. 29

9.3   Allgemeine Sanierungsziele für die Innenstadt von Grünstadt 29

10.. Zweckmässige Abgrenzung des Sanierungsgebietes – Abgrenzungsvorschlag.. 32

10.1     Mitwirkungsbereitschaft der Träger öffentlicher Belange. 32

10.2     Anwendung besonderer sanierungsrechtlicher Vorschriften. 32

10.3     Auswirkungen für die von der Sanierung Betroffenen. 33

11.. Anhang.. 35

11.1     Kosten- und Finanzierungsübersicht 35

11.2     Städtebauliche Strukturdaten. 36

11.2.1   Neugasse. 37

11.2.2   Westlicher Graben. 39

11.2.3   Ringgasse. 41

11.2.4   Jakobstraße. 43

11.2.5   Lämmergasse. 45

11.2.6   Kellergasse. 47

11.2.7   Berggasse. 49

11.2.8   Schillerplatz. 51

11.2.9   Ochsengasse. 53

11.2.10         Obergasse. 55

11.2.11         Nordring. 57

11.2.12         Asselheimer Straße. 59

11.2.13         Bitzenstraße. 61

11.2.14         Poststraße. 63

11.2.15         Bahnhofstraße. 65

11.2.16         Turnstraße. 67

11.2.17         Luitpoldplatz. 69

11.2.18         Obersülzer Straße. 71

11.2.19         Kirchheimer Straße. 73

11.2.20         Bingerlochgasse. 75

11.2.21         Sausenheimer Straße. 77

11.2.22         Vorstadt 79

11.2.23         Spitalstraße. 81

11.2.24         Am Neutor 83

11.2.25         Westring. 85

11.2.26         Bleichgraben. 87

11.2.27         Am Stadtgraben. 89

11.2.28         Lateinschulgasse. 91

11.2.29         Beim Bergtor 93

11.2.30         Pfad am Brennofen. 95

11.2.31         Weedengasse. 97

11.2.32         Östlicher Graben. 99

11.2.33         Hauptstraße. 101

11.3     Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung im Vergleich (2002) 103

11.4     Altersaufbau 2008. 104

11.5     Fragebogen zur Mitwirkungsbereitschaft und zum Sanierungsbedarf 105

11.6     Organigramm.. 106

11.7  107

 


1            Anlass und Aufgabenstellung

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Stadtsanierung ist in Grünstadt nicht neu. Bereits im Zeitraum zwischen 1974-81 wurden in Grünstadt hauptsächlich Maßnahmen der Flächensanierung mit Abbruch- und Neubaumaßnahmen sowie zur verkehrlichen Neuordnung umgesetzt. Die Erhaltung und Entwicklung der noch vorhandenen historischen und zum Teil stadtbildprägenden Bausubstanz stand damals nicht im Vordergrund.

Dadurch hatte sich im Laufe der vergangenen Jahre ein erheblicher Umfang sanierungsbedürftiger privater und teilweise öffentlicher Bausubstanz erhalten bzw. durch Aufgabe der Nutzung z. B. wegen fehlender Nachnutzer, neu entwickelt. In diesem sanierungsbedürftigen, teilweise auch neu zu ordnenden Bestand, findet sich ein bedeutender Anteil an stadtbildrelevanter Bausubstanz.

In den Jahren 2001 / 2002 unternahm die Stadt Grünstadt daher erneut Anstrengungen, diesmal den Fokus der Stadtsanierung auf die Verbesserung der privaten Bausubstanz zu legen. Eine Wiederaufnahme in das Städtebauförderungsprogramm gelang damals jedoch noch nicht.

Mit den bisherigen und zum Teil noch derzeitigen städtebaulichen und strukturellen Defiziten in der Innenstadt, kann die Stadt Grünstadt ihren Aufgaben als Mittelzentrum in der Region mit Wohn- Einkaufs- und Dienstleistungsfunktionen nur eingeschränkt nachkommen.  

Neben der Notwendigkeit umfangreicher Sanierungs- und Neuordnungsmaßnahmen im privaten Bereich haben sich durch die Stadtentwicklung der letzten Jahre neue Möglichkeiten und Potentiale, aber auch Erfordernisse für Maßnahmen im öffentlichen und privaten Raum ergeben.

Beispielhaft sei hier die grundlegende Umgestaltung und Attraktivierung des Bahnhofs als „Umweltbahnhof“ und die Umsetzung eines Verkehrslenkungskonzeptes zur Teilentlastung der Innenstadt von Durchgangsverkehr, die Umgestaltung der Bahnhofstraße als Verbindung zum Innenstadtbereich, Die Umgestaltung des Luitpoldplatzes, der Ausbau des südlichen Teils der Fußgängerzone, die Ausweisung zusätzlicher Parkplatzflächen in Innenstadtnähe (z. B. auf dem ehem. Jean Mann Gelände), etc. genannt.

Parallel dazu wurden aufbauend auf Analysen zur Situation und zu den Perspektiven des innerstädtischen Einzelhandels[1] konzeptionelle Ansätze zur Belebung der Innenstadt von Grünstadt als Einkaufs- und Dienstleistungsstandort entwickelt und in Form eines Stadtmarketinghandbuchs dokumentiert. Verschiedene der hier erarbeiteten Empfehlungen erfordern den Einsatz städtebaulicher Instrumentarien bzw. werden durch diese in der Umsetzung gefördert. 

Neben der Auseinandersetzung mit der Situation und Entwicklung des innerstädtischen Einzelhandels flossen die Ergebnisse und Empfehlungen zur Verkehrsführung aus dem Gesamtverkehrsplanes für die Stadt Grünstadt[2] in die jüngste Stadtentwicklung mit ein.

Ein zusätzlicher Impuls zur Inangriffnahme eines neuen ganzheitlichen Ansatzes zur Innenstadtentwicklung ergibt sich daraus, dass insbesondere im Kernstadtbereich umfangreiche und nicht aufschiebbare  Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur (Kanal- und Wasserversorgung) anstehen. Die damit verbundenen umfangreichen Erdbauarbeiten im öffentlichen Raum lassen es sinnvoll erscheinen, die Wiederherstellung der öffentlichen Verkehrsräume so zu konzipieren, dass diese auch langfristig die Funktion der Innenstadt von Grünstadt als Wohn- Einkaufs- und Dienstleistungsstandort stärken können.

 Mit dem neuen Bund Länder Programm “Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ eröffneten sich für die Stadt Grünstadt im Jahre 2008 neue Perspektiven, die weitere Entwicklung ihrer Innenstadt ganzheitlich im Sinne eines integrierten und integrierenden Innenstadtentwicklungskonzeptes in Angriff zu nehmen.

Mit dem neuen Förderprogramm sollen solche städtebauliche Maßnahmen gefördert werden, die dazu dienen, zentrale Versorgungsbereiche, die Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben darstellen, jedoch von Funktionsverlusten bedroht sind, zu erhalten bzw. zu entwickeln.[3] Dabei können Stadterneuerungsmaßnahmen auf der Grundlage eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes nach § 171b Abs. 2 BauGB ggf. i.V.m. einem Sanierungsgebiet nach § 142 BauGB oder einem Erhaltungsgebiet nach § 172 BauGB als sogenannte „gebietsbezogene Gesamtmaßnahme“ gefördert werden.

Die Fördermittel werden der Gemeinde für die städtebauliche Gesamtmaßnahme zur Verfügung gestellt.

Voraussetzung ist ein durch Stadtratsbeschluss festgelegtes Stadterneuerungs- bzw. förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet. In diesem können Einzelmaßnahmen gefördert werden. Dazu gehören Entwicklungskonzepte, Untersuchungen, Planungen, Beratungsleistungen, Ordnungsmaßnahmen, Grunderwerb, Erschließungsmaßnahmen, Baumaßnahmen (Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen), Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sowie Abschlussmaßnahmen.

Voraussetzung für die Förderung der Gesamtmaßnahme ist, dass das besondere Städtebaurecht der §§136 ff BauGB angewendet wird und die Ausgaben der Gesamtmaßnahme weder von der Gemeinde allein getragen noch anderweitig gedeckt werden können. Grundlagen der Förderung sind die Gebietsabgrenzung, ein städtebauliches Entwicklungskonzept und eine Maßnahmen-, Kosten- und Finanzierungsübersicht sowie ggf. städtebauliche Verträge.

Wie dargestellt sollen im neuen Sanierungsgebiet sowohl der öffentliche Raum funktional und gestalterisch aufgewertet werden als auch private Investitionen angestoßen werden, zur strukturellen Stärkung der Stadt Grünstadt beitragen und die mittelzentrale Funktion unterstreichen.

Mit Verbesserung der Dienstleistungs- und Infrastrukturangebote soll das örtliche Arbeitsplatzangebot erweitert bzw. gesichert werden. Ebenso soll im Innenstadtbereich der Wohnwert erhöht werden, womit ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung und Erhaltung der Wohnfunktion des Stadtkerns geleistet wird. Es sollen darüber hinaus weitere private Investitionen ausgelöst werden, wodurch die öffentlichen Fördermittel ein Vielfaches an Investitionen im Sanierungsgebiet bedingen. Die im öffentlichen Interesse gelegene geordnete städtebauliche Entwicklung im Sinne des Programms „Aktives Stadtzentrum“ in der Stadt soll vorangetrieben werden.

Es ist davon auszugehen, dass die Beseitigung der vorhandenen substanziellen und funktionalen Mängel nur durch erhebliche öffentliche und private Anstrengungen sowohl in baulich-technischer als auch in planerisch-bodenordnender Hinsicht zu bewältigen ist. Zur finanziellen und rechtlichen Unterstützung, steht dazu grundsätzlich das Instrument der Städtebaulichen Sanierung aus dem Bund – Länder – Programm zur Städtebauförderung zur Verfügung.

Der Aufstellung eines Intergierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für den Innenstadtbereich der Stadt Grünstadt als „aktives Stadtzentrum“ liegt daher die methodische Vorgehensweise zum Ablauf einer städtebaulichen Sanierung von der Vorstudie über die Vorbereitenden Untersuchungen bis zur Erarbeitung eines Städtebaulichen Rahmenplanes mit dem Vorschlag zur Abgrenzung eines Sanierungsgebietes zugrunde.

 

2             Exkurs. Ablauf der Stadtsanierung

Rechtsgrundlage für eine Städtebauliche Sanierung ist die sogenannte „Städtebauliche Sanierungsmaßnahme“ als Bestandteil des besonderen Städtebaurechtes (BauGB §§ 136 ff): „Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen sind Maßnahmen, durch die ein Gebiet zur Behebung städtebaulicher Missstände wesentlich verbessert oder umgestaltet wird.“

Das Baugesetzbuch unterscheidet dabei grob zwei Bestandteile, die Vorbereitung und die Durchführung der Sanierung.

Die Vorbereitung ist hierbei die Aufgabe der Gemeinde selbst und umfasst vor allem die vorbereitenden Untersuchungen, die förmliche Festlegung des Untersuchungsgebietes und die städtebaulichen Planungen zur Verwirklichung der Sanierungsziele. Hierzu kann sie sich eines fachlich geeigneten Beauftragten bedienen.

Die Durchführung beinhaltet Ordnungsmaßnahmen und Baumaßnahmen. Erstere sind wiederum Aufgaben der Gemeinde. Zu ihnen gehört die Bodenordnung, die Herstellung oder Änderung von Erschließungsanlagen etc. Die Baumaßnahmen bleiben den Eigentümern selbst überlassen, soweit eine zügige und zweckmäßige Durchführung durch sie gewährleistet ist.

Zur praktischen Durchführung einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme sind Zwischenschritte erforderlich, welche im Folgenden in Ihrer Abfolge mit dem rechtlichen Hintergrund und den für die Durchführung Zuständigen dargestellt werden.

2.1         Vorstudie

Die Vorstudie dient einer Grobanalyse zur Verschaffung eines ersten Überblicks und zur Festlegung des Untersuchungsgebietes für die vorbereitende Untersuchung. Sie besitzt keine direkte rechtliche Definition, kann jedoch als Bestandteil der vorbereitenden Untersuchung betrachtet werden. Zuständig für ihre Durchführung ist die Gemeinde bzw. ein von ihr beauftragter Planer oder Ingenieur.

2.2         Vorbereitende Untersuchung

Die Vorbereitende Untersuchung dient vor allem der Beschaffung der notwendigen Beurteilungsunterlagen bezüglich der anzutreffenden Verhältnisse und Missstände, der Notwendigkeit, den allgemeinen Zielen und der Durchführbarkeit der Sanierung (§ 141 BauGB). In ihr ist der Nachweis der städtebaulichen Missstände zu erbringen, welcher Voraussetzung für die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm ist.

Die Durchführung der vorbereitenden Untersuchung wird vom Gemeinderat beschlossen. Zuständig ist die Gemeinde, bzw. der von ihr beauftragte Planer oder Ingenieur.

2.3         Sanierungskonzept / Rahmenplan

Das Sanierungskonzept beinhaltet die Bestimmung der Ziele und Zwecke der Sanierung. Darüber hinaus die städtebaulichen Planungen, welche notwendig sind, die dargestellten Missstände zu beheben (§ 140 BauGB). Soweit erforderlich, wird ein Städtebaulicher Rahmenplan erstellt. Zuständig für die Erstellung ist die Gemeinde bzw. ein von ihr beauftragter Planer oder Ingenieur.

2.4         Festlegung des Sanierungsgebietes

Aus der vorbereitenden Untersuchung und dem Sanierungskonzept wird das Sanierungsgebiet abgeleitet, in welchem schließlich die Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen. Die Gemeinde bzw. ein von ihr beauftragter Planer oder Ingenieur schlagen die Abgrenzung des Gebietes vor. Die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes wird vom Gemeinderat als Satzung beschlossen (Sanierungssatzung § 142 BauGB) und ortsüblich bekannt gemacht.

Innerhalb des Sanierungsgebietes bedürfen einer Genehmigung durch die Gemeinde (§§ 144, 145 BauGB):

·         Rechtsgeschäfte, welche ein Grundstück betreffen (Veräußerung, Teilung, etc.).

·         Vorhaben, welche die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung baulicher Anlagen zum Inhalt haben.

2.5         Durchführung von Sanierungsmaßnahmen

Mit der Durchführung konkreter Maßnahmen wird die eigentliche Sanierungsarbeit geleistet, welche nach den Zielen und Zwecken der Sanierung erforderlich ist. Auf dieser untersten, objektbezogenen Ebene werden die festgestellten Missstände eingeschränkt, verbessert oder behoben. Diese Phase dauert erfahrungsgemäß etwa 10 – 15 Jahre.

Von der Gemeinde sind in diesem Rahmen die Maßnahmen durchzuführen, welche den öffentlichen Raum betreffen, also Straßen, Plätze, Grünanlagen, etc.

Die Maßnahmen an Gebäuden und privaten Grundstücken sind den Eigentümern überlassen, soweit die Durchführung gewährleistet ist. Sie bedürfen jedoch generell der schriftlichen Genehmigung durch die Gemeinde.

2.6         Aufhebung der Sanierungssatzung

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird die Sanierungssatzung durch Gemeinde- bzw. Stadtratsbeschluss aufgehoben.

 

3            Situation der Stadt Grünstadt

Die Stadt Grünstadt liegt im Nordwesten des Landkreises Bad Dürkheim verkehrsgünstig an der Autobahn BAB 6 zwischen Kaiserslautern und Mannheim und der Eisenbahnlinie Neustadt / Wstr. - Monsheim. Sie ist auch Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Grünstadt – Land.

Grünstadt ist als zentraler Ort (Mittelzentrum), in einem verdichteten Bereich mit disperser Siedlungsstruktur, ausgewiesen. Die Stadt besitzt sowohl zur Region Rhein - Main als auch zur Region Rhein - Neckar eine gute Zentrenerreichbarkeit in ca. 30 PKW-Minuten.

Die mit der Ausweisung als Mittelzentrum verbundene Ausstattung mit verschiedenen Grundschulen, einer Berufs- und Handelsschule, einer Haupt- und Sonderschule sowie einem Gymnasium, einem Allwetterbad und einer Stadthalle, einem Krankenhaus sowie zahlreichen sonstigen öffentlichen Einrichtungen und Ämtern, und nicht zuletzt einem ausgeprägten Warenangebot auch für den mittel- bis langfristigen Bedarf unterstreicht auch die Bedeutung Grünstadts als attraktiven Wohnstandort.

Das Arbeitsplatzangebot in Grünstadt zieht darüber hinaus Pendler aus der umliegenden Region in die Stadt und die Gewerbe- und Industriegebiete am Rande.

 

3.1         Entstehungsgeschichte

Ihre Entstehung fand Grünstadt vermutlich in merowingischer Zeit (500 – 751n.Chr.) in drei fränkischen Niederlassungen. Man nimmt an, dass einer der Gründer Grimdeo hieß, dessen Name über „Grinde(o)stadt“ und „Grinstadt“ Ursprung der heutigen Ortsbezeichnung Grünstadt ist. Erstmals urkundlich erwähnt ist Grünstadt als Grindestadt 875, als König Ludwig der Deutsche dem Kloster Glandern bei Metz ein königliches Hofgut zurückgab, auf dessen Boden später die Martinskirche entstand.

Später besaßen die Grafen zu Leiningen Grünstadt als Lehen des Klosters Weißenburg. Seitdem ist das Schicksal der Stadt eng mit dem Grafenhaus Leiningen verbunden, wie auch die Gemeinde den Leininger Adler in ihr Wappen übernahm. Nach dem Tode des Landgrafen Hesso entstanden Erbstreitigkeiten und Grünstadt kam von 1481 bis 1505 in den Besitz der Kurpfalz. Graf Philipp I. zu Leiningen führte 1555 die Reformation ein, 1556 verlieh Kaiser Karl der V. Grünstadt die Marktrechte und erhob Grünstadt damit zum Marktflecken. Bereits 1471 war Grünstadt mit einem Graben und später auch mit Befestigungsmauern und Türmen umgeben. 1689 als die Burgen der Pfalz, wie auch der Dom zu Speyer und das Heidelberger Schloss in Flammen aufgingen, wurden auch in Grünstadt durch französische Soldaten 43 Häuser, 79 Scheunen und 112 Ställe niedergebrannt.

Der ursprüngliche mittelalterliche Stadtgrundriss ist Teil des Untersuchungsgebietes. Er ist teilweise noch anhand von Fußpfaden entlang der ehemaligen Stadtmauer bzw. der umgebenden Gräben´, vereinzelt auch an Stadtmauerresten (z. B. „Östlicher Graben“ / „Jean - Mann – Gelände“, Spielplatz „Am Stadtgraben“) sowie Relikten von Ecktürmen (z. B. Pfad „Am Brennofen“) ablesbar[4].

Spätere Siedlungserweiterungen erstreckten sich nach Osten in Richtung des Bahnhofs an der Eisenbahnlinie („Pfälzische Nordbahn“ Ramsen – Worms).

Nach der Zerstörung der beiden Stammschlösser Alt- und Neuleiningen durch die Franzosen, wurde Grünstadt 1690 leiningische Residenzstadt. Im Jahre 1729 wurde die frühere Höninger Lateinschule die „Gelehrtenschule des Leininger Landes in Grünstadt wieder ins Leben gerufen. 1750 bis 1753 entstand am Kreuzerweg ein Waisenhaus, das im 19. Jahrhundert als Krankenhaus genutzt wurde und seit 1944 die Stadtverwaltung von Grünstadt beherbergt.

Grünstadt ist heute weit über die alten Stadtmauern hinausgewachsen. Nach dem II. Weltkrieg entstanden an mehreren Stellen neue Wohnsiedlungen. Die Nachbargemeinden Asselheim und Sausenheim kamen 1969 im Zuge der Verwaltungsreform zum Stadtgebiet hinzu.

 

3.2         Stadtteilfunktion des Untersuchungsgebietes

Der untersuchte Innenstadtbereich von Grünstadt erfüllt überwiegend die klassischen Funktionen eines Stadtzentrums: Wohnen, kleinteiliger Einzelhandel, Dienstleistung, Kultur und Verwaltung.

Hinsichtlich der Situation des Einzelhandels hat sich in den letzten Jahren eine Entwicklung vollzogen, in der die klassischen Sortimente des täglichen Bedarfes zunehmend in die Gewebe- und Sondergebiete südlich und östlich des Stadtzentrums ausgelagert wurden.

Insbesondere in der Hauptstraße (Fußgängerzone) dominiert eine horizontale Nutzungsmischung aus meist kleinteiligem Einzelhandel im EG und Wohnnutzung in den Obergeschossen.

 

4            Gemeindliche und übergemeindliche Entwicklungsziele

4.1         Gemeindliche Entwicklungsziele

Die wesentlichen Ziele für den Stadtkern von Grünstadt liegen in der Verbesserung der Voraussetzungen für die Stärkung einer ausgewogenen innerstädtischen Funktionsmischung aus Wohnen, Handel und Dienstleistung.

Infolge verschiedener funktionaler und gestalterischer Maßnahmen im öffentlichen Raum (schrittweise Umsetzung des Verkehrsentwicklungskonzeptes, Umgestaltung der Fußgängerzone, des Luitpoldplatzes, Aufwertung der Verbindungsachsen zur Bitzenstraße / Bahnhof) sowie begleitender Maßnahmen im Einzelhandelsbereich (Erstellung eines Stadtmarketinghandbuches) konnten bereits Verbesserungen erzielt werden.

Insbesondere im Bereich der privaten (Wohn)Bausubstanz hat sich jedoch ein erheblicher Sanierungsbedarf erhalten bzw. entwickelt. Die Stadt Grünstadt verfolgt das Ziel, im Rahmen eines ganzheitlichen und integrierten Ansatzes den i. d. R. privaten Bauherren nicht nur die Zugangsmöglichkeiten zu Mitteln der Städtebauförderung zu ermöglichen. Vielmehr sollen im Vorfeld und begleitend dazu durch eine Analyse der sonstigen Rahmenbedingungen insbesondere des Wohnens in der Grünstadter Innenstadt die Handlungsfelder identifiziert werden, auf denen begleitende Maßnahmen im gestalterischen und funktionalen Umfeld erforderlich sind um eine langfristige Perspektive für umfassende Sanierungsmaßnahmen in der privaten Bausubstanz zu eröffnen.

 

4.2         Übergemeindliche Entwicklungsziele

Die übergemeindlichen Entwicklungsziele, die für die Stadt Grünstadt gültig sind, sind in erster Linie aus dem Landesentwicklungsprogramm (LEP IV)[5] und hierbei vor allem aus dem Teil B „Ziele und Grundsätze der Landesentwicklung“ sowie aus dem Regionalen Raumordnungsplan Rheinpfalz abzuleiten. Des Weiteren hat im November 2008 die Auftaktphase für das integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) Leiningerland begonnen.

 

4.2.1     Zentrale-Orte-Struktur

Grünstadt gilt als eine der Gemeinden, die allein für einen Verflechtungsbereich (Mittelbereich) eine vollständige Versorgung der mittelzentralen Funktionen leistet und somit als Mittelzentrum (MZ) ausgewiesen wird und insbesondere im ländlichen Raum in dieser Funktion zu stärken und zu sichern sind (Ziel 39).

Die zentralörtliche Funktion ist damit einerseits eine raumbezogene Funktion (Mittel- und Nahbereich), die andererseits über die Bündelung der zentralörtlichen Einrichtungen im zentralen Ort ausgeübt wird.

 

Leitbild: Zukunftsfähige Eigenentwicklung

Die bewährte und leistungsfähige kommunale Struktur soll erhalten und ausgebaut werden. Die Gemeinden tragen im Rahmen der kommunalen Planungshoheit entscheidend zur Lösung der anstehenden Herausforderungen bei. Hierzu zählen insbesondere der gesetzlich gesicherte Anspruch der Gemeinden auf Eigenentwicklung sowie die von einzelnen Gemeinden darüber hinaus zu erfüllenden besonderen Funktionen. Alle leisten gemeinsam einen Beitrag, um die Siedlungsentwicklung nachhaltig zu gestalten.

 

Nachhaltige Siedlungsentwicklung

Die quantitative Flächenneuinanspruchnahme ist bis zum Jahr 2015 landesweit zu reduzieren sowie die notwendige Flächeninanspruchnahme über ein Flächenmanagement qualitativ zu verbessern und zu optimieren. Dabei ist der Innenentwicklung ein Vorrang vor der Außenentwicklung einzuräumen. Die regionalen Planungsgemeinschaften und Gebietskörperschaften leisten hierzu einen – an den regional unterschiedlichen Ausgangsbedingungen orientierten – Beitrag.

 

Wohnen

Bei der Umgestaltung der vorhandenen Bausubstanz soll ein bedarfsgerechtes Angebot an Wohnformen für Familien und Ein-Eltern-Haushalte sowie für ältere und behinderte Menschen gesichert und weiterentwickelt werden. Die spezifischen Belange von Frauen, Kindern und Jugendlichen sind im Rahmen der Fortschreibung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen, Verkehrsentwicklungsplanungen, Dorf- und Stadterneuerungs- bzw. Entwicklungsplanungen sowie Maßnahmen der Wohnumfeldgestaltung zu berücksichtigen.

Bei der Entwicklung von Wohnbauflächen ist eine hinsichtlich der Alters- und Sozialstruktur heterogene Bevölkerungszusammensetzung anzustreben. Dabei ist z. B. kostengünstiges Bauland für Familien durch Ausschöpfung des städtebaulichen Instrumentariums zu mobilisieren.

 

Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)

Die für den Stadtkern von Grünstadt relevanten allgemeinen Ziele sind:

*        die regionale Identität zu fördern,

*        die regionale Wirtschaft und Landwirtschaft/Weinbau zu stärken, um die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort zu sichern und auszubauen,

*        der Abwanderung aus den Dörfern (Stadtkernen) entgegen zu wirken und die Attraktivität insbesondere für Familien und junge Menschen zu steigern,

*        die wohnortnahe soziale Infrastruktur (Kindergärten, Schulen etc.) sicherzustellen,

*        die wohnortnahe Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs und medizinische Dienstleistungen sicherzustellen,

*        das Zusammenleben von Alt und Jung zu verbessern und die Attraktivität der Region für Senioren zu erhöhen,

*        die Mobilität nicht motorisierter Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten,

*        die touristischen Angebot qualitativ zu verbessern (Wein-, Wander-, Gesundheits- und Radtourismus),

*        bei der regionalen Energieversorgung, auf künftige Entwicklungen vorbereitet zu sein.

 

4.3         Ziele des Flächennutzungsplans

Weitere übergemeindliche Entwicklungsziele, die für das Sanierungsgebiet in Grünstadt von Bedeutung sind, sind aus dem Flächennutzungsplan (FNP) Grünstadt abzuleiten bzw. zu übernehmen.

Als vorbereitender Bauleitplan ist der Flächennutzungsplan ein „Entwicklungsprogramm“ für die Stadt Grünstadt, in dem die vorgesehenen  Nutzungen der Flächen in Grundzügen dargestellt werden.

Der Geltungsbereich für das Untersuchungsgebiet zur Innenstadtentwicklung Grünstadt ist im Flächennutzungsplan zum größten Teil als gemischte Baufläche dargestellt.

 

5            Nachweis von städtebaulichen Missständen/ Begründung der Erforderlichkeit von Sanierungsmassnahmen

§ 136 Abs. 2 BauGB beinhaltet in Satz 1 die Legaldefinition städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen. „Dieser Begriff enthält objektive und finale Tatbestandsmerkmale. Objektive Voraussetzung für die Durchführung von Sanierungs­maßnahmen ist das Vorliegen städtebaulicher Missstände. In finaler Hinsicht muss die Sanierungsmaßnahme der Behebung städtebaulicher Missstände dienen, und zwar durch wesentliche Verbesserung oder Umgestaltung des Gebietes. (... So) trägt das Gesetz auch dem Schutz des Eigentums (Art. 14 Abs. 1 Satz 2 Abs. 22 GG) und der Gleichbehandlung (Art. 3 GG) Rechnung).“[6] Das Vorliegen städtebaulicher Missstände bildet somit die Voraussetzung für den Einsatz städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen.

Zur Ermittlung des anstehenden Sanierungsbedarfes wurde im Rahmen der Voruntersuchung zunächst ein relativ ausgedehnter Bereich betrachtet. Als Ergebnis dieser Untersuchung kann festgehalten werden, dass sich in den Bereichen zwischen Jakobstraße und Nordring, einem Teilbereich zwischen „Am Stadtgraben und „Beim Bergtor, zwischen „Am Stadtgraben, Lateinschulgasse und Bleichgraben, sowie Teilbereichen der Obergasse und „Am Neutor“ keine wesentlichen substanziellen oder funktionalen Missstände nachweisen lassen. Aus diesem Grunde wurden die betrachteten Teilbereiche im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen nicht weiter vertieft betrachtet.[7]

Demgegenüber wurde durch Beschluss des Stadtrates vom 24. 09.2008 im Süden des Untersuchungsbereiches ein Teil der Kirchheimer Straße in das Gebiet der Vorbereitenden Untersuchungen aufgenommen. Es handelt sich hier um den Teil des Straßenzuges, der aufgrund seiner relativ geschlossenen Erscheinung mit flankierender gründerzeitlicher Bausubstanz gewissermaßen den südlichen Eingangsbereich in das Stadtzentrum von Grünstadt markiert und damit in deutlichem Gegensatz zu der Gewerbegebietssituation zwischen Autobahnabfahrt und Innenstadt steht.

 Im Rahmen der Analyse substanzieller Mängel an Gebäuden wird bei den städtebaulichen Missständen zwischen „Sanierungsbedarf“ (im Plan rot dargestellt) und „Renovierungsbedarf“ (im Plan ockerfarbig dargestellt). Dabei wurde der äußere Anschein der Bausubstanz bezüglich des Sockelbereiches (z.B. Salzausblühungen, aufsteigende Feuchtigkeit), der Fenster (z.B. Isolation), des Daches, des Schornsteines sowie der Fassade (z.B. Anstrich oder Putz, Setzrisse u. dergl.) zugrundegelegt. Die Abgrenzung zwischen „Sanierungsbedarf“ und „Renovierungsbedarf“ kann in Einzelfällen fließend sein. Allerdings lassen z.B. erhebliche Renovierungsrückstände in Verbindung mit z.B. Einfachverglasung darauf schließen, dass auch die innere Ausstattung des Gebäudes (z.B. Heizung, Sanitär) nicht mehr heutigen Wohnanforderungen entspricht und insofern von erheblichem Sanierungsbedarf im Sinne der Städtebauförderung auszugehen ist. Gebäude in auffällig gutem Zustand werden im Plan ebenfalls hervorgehoben (grüne Darstellung).

 

6            Beteiligung und Mitwirkung der Betroffenen / Nachweis des öffentlichen Interesses

Im Rahmen der Mitte der 70er bis Anfang der 80er Jahre durchgeführten Maßnahmen zur Stadtsanierung wurden kaum Sanierungsmaßnahmen im Bereich der privaten Bausubstanz insbesondere an Wohn- und Geschäftsgebäuden durchgeführt. Demzufolge hat sich ein teilweise erheblicher Unterhaltungsstau an der privaten Bausubstanz erhalten bzw. neu entwickelt.

In Verbindung mit weitergehenden funktionalen Missständen z.B. ungünstige Grundstückszuschnitte, bauliche Dichte, unzureichende private und öffentliche Freiflächensituation, Verkehrsbelastung, etc. kann das Stadtzentrum von Grünstadt seine auch aus übergeordneten Planungen (Landesentwicklungsprogramm, Regionaler Raumordnungsplan, Integriertes ländliches Entwicklungskonzept, etc. zugewiesenen Funktionen zum Teil nur unzureichend bzw. nicht erfüllen. Die umfassende Verbesserung der Entwicklungsvoraussetzungen für den Stadtkern der Stadt Grünstadt liegt schon daher im dringenden öffentlichen Interesse. 

Mit der Aufnahme in das Bund – Länder Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ verfolgt die Stadt Grünstadt einen insgesamt wesentlich weitergehenden Ansatz zur nachhaltigen Verbesserung der Entwicklungsvoraussetzungen im Stadtzentrum. Die schon gem. § 137 BauGB gebotene Beteiligung und Mitwirkung der von der Sanierung Betroffenen geht über eine frühzeitige Erörterung der Sanierungsziele und Anregung zur Mitwirkung deutlich hinaus.

 Im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ wurden den Bürgern innerhalb des Untersuchungsgebietes Fragebogen[8] zugesendet, die als zusätzliche Beurteilungsgrundlage über den Bedarf an öffentlichen und privaten Sanierungsmaßnahmen dienen konnten. Zusätzlich wurde die schriftliche Befragung durch telefonische Interviews ergänzt.

Der Umstand, dass nicht nur eine nahezu flächendeckende Rücklaufquote[9][10] erreicht wurde, sondern die weit überwiegende Anzahl der Hauseigentümer und Mieter im Untersuchungsgebiet die Aufgabe „Stadtsanierung“ für wichtig hält und eine sehr hohe Beteiligungsbereitschaft auch im privaten Bereich signalisiert wird, unterstützt das besondere öffentliche, v. a. aber auch private Interesse.

 

7            Potenziale und Restriktionen zur Entwicklung deS Stadtzentrums

Sowohl aus einer sehr umfangreichen Bürgerbefragung[11] und der städtebaulichen Analyse die im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen durchgeführt wurde, als auch aus vorausgegangenen Erhebungen, wie insbesondere die im Rahmen des Einzelhandelskonzeptes für die Stadt Grünstadt durchgeführte Befragung[12] von Haushalten und Gewerbetreibenden, lassen sich wesentliche Entwicklungspotenziale aber auch Defizite für die Entwicklung der Grünstadter Innenstadt ableiten.

 

7.1         Potenziale

Die wesentlichen Entwicklungspotenziale des Stadtzentrums können wie folgt zusammengefasst werden:

Insgesamt bietet die Innenstadt grundsätzlich (noch) die Potenziale im Sinne einer Nutzungsmischung von Wohnen, Handel, Dienstleistung, Gewerbe, Kulturangeboten und Verwaltungseinrichtungen. Dadurch bietet sie günstige Voraussetzungen für eine „Stadt der kurzen Wege“. 

Die verkehrliche Erreichbarkeit der Innenstadt ist insgesamt positiv zu bewerten. Dies gilt sowohl für den Individualverkehr als auch für den öffentlichen Personennahverkehr. Dadurch, und aufgrund der insgesamt in überschaubarer Entfernung liegenden Einkaufs-, Dienstleistungs- und Kulturangebote ist die Innenstadt als Wohnstandort grundsätzlich attraktiv.

Umgekehrt sind attraktive Arbeitsplatzangebote, aber auch Einkaufs- und Kulturerlebnisziele in den Verdichtungsräumen Rhein – Main und Rhein – Neckar gut erreichbar. 

Die v. a. in westlicher Sichtung relativ nah angrenzende von Weinbau geprägte Kulturlandschaft ist in relativ kurzer Zeit selbst zu Fuß erreichbar.

Die Fußgängerzone, aber auch angrenzende Bereiche wie der Luitpoldplatz mit dem Weinstraßencenter und größeren Fachgeschäften sind Schwerpunktbereiche des Einzelhandels. Dieser kann von einer insgesamt sehr guten Parkplatzsituation v. a. für Kunden aus der Region profitieren. Die Parkplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone, so dass sämtliche Ladengeschäfte oder Gastronomiebetriebe innerhalb weniger Minuten fußläufig erreichbar sind. Die Parkgebühren sind sehr günstig.

Mit einem attraktiven Angebot stellt das Kino im nördlichen Teil der Innenstadt ein besonderes Alleinstellungsmerkmal für Grünstadt dar.

Eine hohe Zahl denkmalgeschützter Gebäude und Gesamtanwesen, ausgedehnte denkmalwürdige Bereiche sowie der in Teilen noch ablesbare mittelalterliche Stadtkern begünstigen ein besonderes Ambiente sowohl im Bezug auf die Innenstadt als Wohnstandort als auch als Einkaufs- und Erlebnisraum. Sie stellen eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung einer eigenen und unverwechselbaren Identität des Grünstadter Stadtzentrums dar.

Die zum Teil bereits umsetzten Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum (insbesondere die Umgestaltung des Luitpoldplatzes und der südlichen Fußgängerzone) haben bereits zu einer Attraktivitätssteigerung der Innenstadt v.a. als Einkaufs- und Erlebnisraum beigetragen.

In der Bevölkerung und hier v. a. bei den Eigentümern von Gebäuden und Grundstücken im Untersuchungsgebiet ist ein sehr ausgeprägtes Problembewusstsein für die Belange der Innenstadtentwicklung und eine hohe Mitwirkungsbereitschaft im Privatbereich vorhanden.

7.2         Restriktionen

Gerade die günstige verkehrliche Erreichbarkeit durch den PKW gebundenen Individualverkehr führt insbesondere in den Einfahrtsstraßen zur Innenstadt und der das Stadtzentrum westlich tangierenden Bitzenstraße zu teilweise erheblichen Belastungen. Diese liegen insbesondere in einer entlang der Bitzenstrasse und der Kirchheimer Straße hohen Lärmbelastung, aber auch in Beeinträchtigungen der Luftqualität und in Trenneffekten, die direkt aus der Verkehrsdichte resultieren. So werden beispielsweise so wichtige Verbindungen zwischen dem Bahnhof und dem Stadtkern aber auch zwischen der größeren Grünanalage des Petersparks und der Innenstadt deutlich beeinträchtigt.

Flächenhafte Abrissmaßnahmen aus der Sanierung der 70er und 80er Jahre haben zwar einerseits Raum für erforderliche Neuordnungen und Parkplätze geschaffen, andererseits aber auch teilweise historische Stadtstrukturen beeinträchtigt.

Die zum Teil noch sehr hohe bauliche Dichte im Innenstadtbereich (insbesondere westlich der Fußgängerzone / Hauptstraße) beeinträchtigt die Wohnfunktion insbesondere infolge fehlender privater Freiflächen, Defiziten in der Belichtung und einem Mangel an privaten Stellplatzflächen.

Ein Mangel an Perspektiven hinsichtlich Vermietbarkeit bzw. Selbstnutzungsmöglichkeiten hatte in Teilbereichen des Untersuchungsgebietes langfristig fehlende Modernisierungen und Unterhaltungsmaßnahmen an der (Wohn)bausubstanz zur Folge, was sich heute in z. T. enormen Sanierungsbedarf, erheblichen Unternutzungen und Leerständen sowie einer Tendenz zur Überalterung der Bewohnerstruktur zur Folge. Diese teilweise flächenhaften Erscheinungen bergen die Gefahr von Abwärtsentwicklungen, Imageverlust und einseitigen Sozialstrukturen.

Teilweise werden Beeinträchtigungen der Wohnfunktion durch störende nachbarschaftliche Nutzungen (Gewerbebetriebe) aber auch allgemein durch fehlende Sauberkeit im öffentlichen Raum empfunden.

Insbesondere für junge Familien mit Kindern ist die Ausstattung des Stadtzentrums mit geeigneten Grün- und Spielbereichen mangelhaft.

 

8            Vorbereitende Untersuchungen – städtebauliche Situation

8.1         Bauzustand allgemein – Sanierungsbedarf an Gebäuden

Zur Ermittlung des voraussichtlich anstehenden Sanierungsbedarfes und zur Abgrenzung eines förmlichen Sanierungsgebietes wurde bereits im Jahre 2002 zunächst eine Voruntersuchung angefertigt, die einen relativ ausgedehnten Bereich umfasste. Das ursprüngliche Sanierungsgebiet wurde dabei großteils überlagert[13]

Als Ergebnis konnte festgehalten werden, dass der weitaus größte Teil an privatem Sanierungspotential im westlichen (Alt)stadtbereich zwischen dem „Westlichen Graben“, dem „Pfad am Brennofen“ und der „Obergasse“ sowie der „Hauptstraße“ (Fußgängerzone) liegt.

Nennenswerte Sanierungserfordernisse ergaben sich auch auf der Südseite der „Jakobstraße“, hier zum Teil auch an stadtbildwichtiger Bausubstanz.

Die Voruntersuchung unterschied im Rahmen einer Grobanalyse zwischen „erheblichem Sanierungsbedarf“ (im Plan rot dargestellt) und „Sanierungs- bzw. Renovierungsbedarf“ (gelb dargestellt). Dabei wurde der äußere Anschein zugrundegelegt. Offensichtlich sanierte bzw. teilsanierte Bausubstanz wurde in der Grobanalyse ebenfalls hervorgehoben (grüne Darstellung).

Von den in der Vorstudie betrachteten Gebäuden und Anwesen wiesen 44 % erheblichen Sanierungsbedarf auf.. In der weitergehenden Voruntersuchung und dem Sanierungskonzept ist im Einzelfall zu prüfen, ob eine Sanierung jeweils wirtschaftlich vertretbar bzw. städtebaulich sinnvoll ist.

Etwa 39 % wiesen einen Sanierungs- bzw. Renovierungsbedarf auf. Ca. 17 % zeigten sich in einem überwiegend guten, teilsanierten oder renovierten Erhaltungszustand. Erfreulich war der Anteil von 30 % bei den in gutem Sanierungs- bzw. Renovierungszustand befindlichen Gebäuden, die aufgrund ihres Erscheinungsbildes eine besondere Bedeutung für das Stadtbild aufwiesen. 

Bei den sonstigen Gebäuden innerhalb der Abgrenzung der Voruntersuchung bestehen keine offensichtlichen besonderen Auffälligkeiten. Es handelt sich hier zum Beispiel um Neubauten oder vollständig umgebaute Anwesen aus unterschiedlichen Bauepochen nach dem II. Weltkrieg. Inwieweit sich hier dennoch Sanierungs-/ Modernisierungsmaßnahmen als erforderlich herausstellen, ist ggf. im Einzelfall zu prüfen.

Neben den Kategorien des Gebäudezustandes wird die Bedeutung des Gebäudes / Anwesens im Hinblick auf seine stadtgestalterische Relevanz beschrieben. Diese ergibt sich entweder aus einer weitgehend intakten historischen Erscheinungsform (Symmetrie der Fassade, Gebäudeproportion, Bestand an historisch wertvollen Baudetails...) und / oder aus der Gebäudestellung in einem Ensemblebereich oder an exponierter Stelle im Stadtgrundriss. (Farbmarkierung mit dunkelrotem Punkt).

Von den Gebäuden, die einen sehr erheblichen Sanierungsbedarf aufwiesen, hatten ca. 34 %  eine besondere Bedeutung für das historische Stadtbild von Grünstadt. Der Gebäudebestand mit sonstigem Sanierungs- und Renovierungsbedarf hatte sogar 42 % an stadtbildwichtiger Substanz aufzuweisen.

Im Jahr 2008 / 2009 wurde die Vorstudie von 2002 überprüft und aktualisiert. Teilweise waren Verbesserungen an der Bausubstanz, die zuvor als erheblich sanierungsbedürftig einzustufen war, festzustellen. Diese Verbesserungen bezogen sich in erster Linie auf Gestaltungsmaßnahmen im straßenraumzugewandten Fassadenbereich, v. a. im südlichen Teil der inzwischen umgestalteten Fußgängerzone.

Allerdings kann hier nicht davon ausgegangen werden, dass es sich um umfassende und durchgreifende Gebäudesanierungen handelte. Hier ist insbesondere im Innenbereich auch künftig mit einem besonderen Sanierungsbedarf zu rechnen.

 

8.1.1     Denkmalschutz, Denkmalzonen und Bauzustand

Insbesondere im Bereich des mittelalterlichen Stadtkerns, hier v..a. der Neugasse aber auch daran angrenzend (Jakobstraße 11 – 17) sowie westlich der Bitzenstraße zwischen Einmündung Poststraße und Jakobstraße und im Bereich des südlichen Anfangs der Innenstadt (Kirchheimer Straße) befinden sich zahlreiche Baudenkmäler und Denkmalzonen.

Während die in der Denkmaltopografie erfassten Einzeldenkmäler und Denkmalzonen innerhalb des mittelalterlichen Stadtgrundrisses überwiegend aus der zeit des 18. Und 19. Jh. stammen, sind Einzelelemente (Spolien) und Reste der Stadtmauer wesentlich älteren Datums.

Relativ geschlossene Ensemblebereiche (Denkmalzonen ohne formell geschützte Einzelbaudenkmäler) gründerzeitlicher Bausubstanz lassen sich entlang der Kirchheimer Straße und der Bitzenstraße identifizieren.

Neben der baugeschichtlich – wissenschaftlichen Bedeutung der Baudenkmäler  entfalten diese insbesondere im Bereich der Neugasse, westlich der Bitzenstraße, an der Kirchheimer Straße sowie südlich der Obergasse eine besondere Wertigkeit für die besondere Identität der Grünstadter Innenstadt.

 Umso gravierender ist daher der Sachverhalt einzuschätzen, dass gerade in diesen Bereichen ein überdurchschnittlich hoher Sanierungsbedarf an den Gebäuden besteht. In besonderer Weise trifft dies auf die Neugasse zu[14].

 

8.1.2     Bauliche Dichte und Bauzustand

Das Untersuchungsgebiet weist hinsichtlich des Überbauungsgrades insgesamt deutliche Unterschiede auf. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die bauliche Dichte, beschrieben durch die Grundflächenzahl GRZ[15] innerhalb des ursprünglichen mittelalterlichen Stadtgrundrisses zwischen dem Östlichen Graben, der Obergasse, dem westlichen Graben und dem „Pfad am Brennofen “in den meisten Blockbereichen zwischen 0, 7 und 1,0 liegt. Gerade in den Bereichen mit einer extremen baulichen Dichte, wie z. B. zwischen der Lämmergasse und Neugasse, Kellergasse, Neugasse, Berggasse und westlichem Graben ist eine extreme Häufung stark sanierungsbedürftiger Bausubstanz anzutreffen.

Die Schaffung zeitgemäßer Wohnverhältnisse wird sich insbesondere in diesen Bereichen nicht auf die reine Sanierung und Modernisierung von Einzelgebäuden beschränken können, vielmehr sind hier Entkernungsmaßnahmen und ggf. auch Grundstücksneuordnungen zu prüfen.

Vor dem Hintergrund der meist hohen denkmalpflegerischen Relevanz dieser Zonen und der damit verbundenen Bedeutung für die Entwicklung einer besonderen Identität sind ggf. erforderliche Abriss- und / oder Neuordnungsmaßnahmen jedoch besonders sorgfältig zu beurteilen.

Gerade in den hochverdichteten Blockbereichen entlang der Neugasse und zwischen Neugasse und Hauptstraße wird im Verlauf der weiteren Konzeptentwicklung „Aktives Stadtzentrum Grünstadt“ ein besonderes Augenmerk auf der Aktivierung der jeweiligen Eigentümer und Betroffenen liegen müssen.

 Nachhaltige funktionale und substanzielle Verbesserungen werden sich hier voraussichtlich eher in grundstücks- bzw. gebäudeübergreifenden Ansätzen erreichen lassen[16].

 

8.2         Funktions- Nutzungsverteilungen im Untersuchungsgebiet[17]

Grundsätzlich zeichnet sich das Untersuchungsgebiet durch eine insgesamt innenstadttypische Nutzungsmischung aus. Diese sind jedoch nicht über das Gesamtgebiet homogen verteilt. Während sich entlang der Hauptstraße (Fußgängerzone) und den in westliche Richtung führenden Straßen: Obersülzer Straße, Turnstraße, Bahnhofstraße und Poststraße eine typische Mischnutzung aus Einzelhandel, Wohnen, Gastronomie und z. T. Gewerbe zeigt, die in der Hauptstraße sogar innerhalb der Gebäude zumeist horizontal geschichtet ist (Wohnen in den Obergeschossen), dominiert im westlichen und nördlichen Teil des Untersuchungsgebietes (Neugasse, Ringgasse, Jakobstraße und nördliche Bitzenstraße, sowie in dem Teil der Kirchheimer Straße der in das Untersuchungsgebiet aufgenommen wurde, die Wohnnutzung.

Aus der Einwohnerbeteiligung im Rahmen der Bürgerbefragung[18] und einer Einwohnerversammlung wurden insbesondere aus dem Bereich der Hauptstraße und der Neugasse vereinzelt Beeinträchtigungen der Wohnqualität durch angrenzende gewerbliche Nutzungen angegeben.

Auffällig sind Teilleerstände oder Unternutzungen von Gebäuden zumeist in Obergeschossen entlang der Hauptstraße, bzw. ganzen Anwesen in der Neugasse, der Lämmergasse oder am „Westlichen Graben“.

Die Ausstattung der Innenstadt mit (zumeist kleinteiligem Einzelhandel aber auch Warensortimenten des mittelfristigen Bedarfs) erscheint insgesamt angemessen. Defizite werden v. a. von älteren Menschen hinsichtlich des Lebensmitteleinzelhandels gesehen, wenngleich ein Lebensmittelmarkt am Luitpoldplatz im Weinstraßencenter vorhanden ist.

Hervorzuheben ist die Tatsache, dass im nördlichen Stadtkern (Jakobstraße) ein Kino mit einem weit über die Grenzen der Stadt nachgefragten Filmprogramm vorhanden ist. Damit verfügt die Innenstadt über einen zusätzlichen Standortvorteil bei der Entwicklung eines „Aktiven Stadtzentrums“. Aus diesem Grund sollte ein Augenmerk der weiteren konzeptionellen Arbeit darin liegen, das Umfeld dieses Kinos funktional und gestalterisch aufzuwerten und dessen Verknüpfung mit der Fußgängerzone zu intensivieren.

 

8.3         Ausstattung des Untersuchungsgebietes mit Grün und Freiflächen

Insbesondere innerhalb des ursprünglichen mittelalterlichen Stadtgrundrisses sind sowohl private als auch öffentliche Grün- und Freiflächen nur sehr spärlich vorhanden. Eine Ausnahme stellt eine derzeit überwiegend brach liegende Fläche im Südteil der Neugasse zwischen Neugasse und Westlichem Graben dar, die im Zuge von flächenhaften Abrissmaßnahmen in der 70er und 80er Jahren entstand.

Im Westen des Untersuchungsgebietes sind noch fragmentarische Grünstrukturen zwischen dem westlichen Graben und dem Stadtgraben vorhanden. Hier befindet sich auch ein kleinerer Kinderspielplatz, der hinsichtlich seiner Funktion und Gestaltung allerdings unbefriedigend ist.

Markant und ein Ansatzpunkt für die weitere Entwicklungskonzeption ist in diesem Bereich ein noch vorhandener Reste der ehemaligen Stadtbefestigung.

Private Gartenflächen sind im Westteil des Untersuchungsgebietes entweder gar nicht vorhanden oder aber sehr klein und überwiegend von hohen Mauern der benachbarten dichten Bebauung begrenzt, so dass sie als Aufenthaltsraum in Ergänzung zur Wohnfunktion unter heutigen Gesichtspunkten kaum geeignet sind.

Eine weitere Einschränkung der privaten Grünbereiche resultiert aus der Tatsache dass in den historisch bedingt zumeist engen Gassen kaum Abstellmöglichkeiten für die PKW der Anwohner vorhanden sind und die unbebauten Freiflächen auf den Privatgrundstücken als PKW-abstellplätze fungieren müssen.

Vor dem Hintergrund der hier vorherrschenden Wohnnutzung ist die mangelhafte Ausstattung des Gebietes mit privaten und öffentlichen Grünflächen, insbesondere fehlenden altersgruppenspezifischen Kinderspielplätzen als erhebliches Entwicklungsdefizit zu beurteilen.

In den neueren Siedlungserweiterungsbereichen in östlicher Richtung verbessert sich die Ausstattung mit privaten Grünflächen aufgrund der hier vorherrschenden wesentlich größeren Grundstücke bei gleichzeitig deutlich geringerem Überbauungsgrad. Diese Flächen sind öffentlich allerdings nicht zugänglich und entfalten daher für die Allgemeinheit allenfalls visuelle Positivwirkungen.

Aus diesen Gründen gewinnt der östlich der Bitzenstraße gelegene Peterspark eine besondere Bedeutung als wohnungsnaher öffentlicher Grünbereich. Allerdings führt das hohe Verkehrsaufkommen in der Bitzenstraße in Verbindung mit den Einmündungssituationen der Jakobstraße und der Schlachthofstraße zu einem erheblichen Trenneffekt, so dass der Peterspark derzeit ungeachtet seines funktionalen und gestalterischen Entwicklungspotenzials kaum von Bedeutung für die Aufwertung der Aufenthalts- und Wohnfunktion in der Innenstadt ist.

Baumpflanzungen in öffentlichen Straßen- und Platzräumen treten derzeit fast nur im Bereich des östlichen Grabens, des Luitpoldplatzes und am Carrière sur Seine Platz aufwertend in Erscheinung.

Erhebliche Defizite hinsichtlich der Begrünung sind auf der ausgedehnten Fläche des ehem. Jean – Mann Geländes festzustellen, das derzeit ausschließlich als Parkplatz genutzt wird und damit sein Potenzial für die Weiterentwicklung der Innenstadt nur sehr eingeschränkt entfaltet[19]

 

8.4         Verkehrliche Situation des Untersuchungsgebietes[20]

Das Untersuchungsgebiet im Innenstadtbereich von Grünstadt wird über die Landesstraßen L 516 (Bitzenstraße / Kirchheimer Straße) und die L 463 Sausenheimer Straße / Obersülzer Straße) an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen. Die Erreichbarkeit des Stadtkerns aus der Region ist als sehr gut zu beurteilen. Der noch immer hohe Anteil an Durchgangsverkehr in der Bitzenstraße / Kirchheimer Straße führt allerdings zu erheblichen Lärmbelastungen für die angrenzende Wohnnutzung und erzeugt darüber hinaus deutliche Trenneffekte insbesondere zwischen dem Bahnhof und der Innenstadt, aber auch zum Peterspark[21].

Im Rahmen der Umsetzung des Verkehrsentwicklungskonzeptes[22] wurde ein Einbahnsystem verschiedener städtischer Straßen eingeführt. So wurde z. B. zur Vermeidung von Rückstauungen in der Bitzenstraße, die durch Linksabbiegevorgänge hervorgerufen werden, die Einfahrt nur über die Poststraße und die Ringgasse ermöglicht, während über die Bahnhofstraße und die Turnstraße in Richtung Bitzenstraße ausgefahren werden kann. Auch im Bereich des umgestalteten Luitpoldplatzes wurde die Verkehrsführung zugunsten der Übersichtlichkeit und vor allem der Aufenthaltsqualität für Fußgänger vor den westlich angrenzenden Ladengeschäften geändert.

Die Neugasse ist zwischen Lateinschulgasse und Berggasse nur in nördlicher Richtung befahrbar, auch im westlichen Teil der Jakobstraße und der Ringgasse herrscht Einrichtungsverkehr. Verschiedene Straßenzüge im Stadtkern wurden im Zuge anstehender Sanierungsmaßnahmen im Kanalnetz der Stadt umgestaltet und aufgewertet.

Erhebliche Defizite im Straßenzustand bestehen allerdings z. B. noch in der Neugasse, dem westlichen Teil der Ringgasse und im westlichen Graben. Neben den Einschränkungen in der Nutzbarkeit der Straße haben die schlechten Straßenzustände unmittelbare Auswirkungen auf die angrenzende Bebauung, da insbesondere deren Fassaden immer wieder z. B. durch Spritzwasser beeinträchtigt werden, umgekehrt aber Unterhaltungs- bzw. Renovierungsmaßnahmen durch die Eigentümer nicht für sinnvoll erachtet werden bevor die Ursache der Beeinträchtigungen behoben ist.

Die Verkehrsbelastung im Innenstadtbereich ist mit Ausnahme der Bitzenstraße und Kirchheimer Straße trotz der z. T. sehr beengten Straßenverhältnisse insgesamt als noch verträglich zu beurteilen. Ein Mangel besteht im westlichen Teil des Untersuchungsgebietes z. T. an privaten Stellplatzflächen.

Insgesamt hervorragend ist das öffentliche Parkplatzangebot zu beurteilen. Parkplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden, verkehrsgünstig mit dem Auto erreichbar und in sehr kurzer Entfernung zur Fußgängerzone gelegen. Über die meist entlang der ehemaligen Stadtbefestigung verlaufenden Fußwege sind die öffentlichen Parkplätze untereinander vernetzt.

Die gestalterische Qualität der v. a. im historischen Kernstadtbereich vorhandenen Fußwege ist überwiegend unbefriedigend. Dies bezieht sich zum einen direkt auf die Erkennbarkeit v.a. durch ortsunkundige Besucher und Kunden, aber auch auf deren Beleuchtung, Belag, die Ausstattung mit Sitzgelegenheiten u. ä.

 8.5         Baurechtlich – planerische Situation im Untersuchungsgebiet

Der Flächennutzungsplan der Stadt Grünstadt stellt das Untersuchungsgebiet fast ausschließlich als „Gemischte Baufläche“ dar. Lediglich im äußersten westlichen Bereich wird die Bebauung der Straße „Am Stadtgraben“ und dem „Westlichen Graben“ als Wohnbaufläche dargestellt. Bereiche wie der Kindergarten und die St. Petrus Kirche sind als „Flächen für den Gemeinbedarf“ dargestellt.

Mit den Darstellungen des Flächennutzungsplanes als vorbereitende Bauleitplanung erfolgt im Grundsatz die Abbildung der bestehenden und typischen innerstädtischen Nutzungen. Zur gezielten Steuerung der städtebaulichen Entwicklung sind die Darstellungen des Flächennutzungsplanes durch eine verbindliche Bauleitplanung, d. h. Bebauungspläne situations- und auf das Entwicklungsziel bezogen zu konkretisieren.

Derzeit stellt sich die bauplanungsrechtliche Situation im Untersuchungsgebiet sehr uneinheitlich dar. Während der nahezu gesamte Bereich östlich der Hauptstraße (Fußgängerzone) mit Bebauungsplänen unterschiedlicher Regelungstiefe überzogen ist, sind Bauvorhaben und geplante Nutzungen auf der Westseite der Fußgängerzone sowie im nördlichen Teil des Untersuchungsgebietes zunächst nach § 34 BauGB zu beurteilen[23].

Dies kann dazu führen, dass Nutzungen, die dem Teilziel der Innenstadtentwicklung wie der Entwicklungskonzeption für die Einzelhandel, zuwiderlaufen könnten, in diesen Bereichen nicht hinreichend entgegengesteuert werden kann. So können z. B. Nutzungen wie Spielhallen u. ä. derzeit nur in Teilbereichen der Innenstadt planerisch geregelt werden.

Nach der weiteren Verfestigung der der allgemeinen Sanierungsziele im Rahmen eines Integrierten Entwicklungskonzeptes für die Innenstadt wird daher eine verbindliche Bauleitplanung mit zielbezogen differenzierten Regelungen für erforderlich gehalten.

 

9            Anzustrebende allgemeine Ziele – Vorläufiges Sanierungskonzept[24]

9.1         Definition „Leitbild“

Ein Leitbild beschreibt die grundsätzlichen Ziele und Wunschvorstellungen. Das Leitbild beantwortet die Frage: „Was, bzw. welcher Zustand soll erreicht werden?“

Das Leitbild und die zu dessen Erreichung erforderlichen allgemeinen Sanierungsziele wurden auf Basis der aus der umfangreichen Bürgerbefragung sowie aus den in der Analysephase gewonnenen Erkenntnissen entwickelt und im Rahmen der Einwohnerversammlung vom 12. Mai 2009 erörtert.

 

9.2         Leitbild

Im Stadtzentrum von Grünstadt ergänzen sich traditionell kleinstädtische Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Dienstleistung und Handel ideal zu einer Stadt der „kurzen Wege“, wodurch das Leben im Zentrum für junge Familien mit Kindern und die wachsende Zahl von Senioren besonders attraktiv ist.  Die hohe landschaftliche Attraktivität der Weinberge und die Geschichte des Leinigerlandes sind schon im Stadtzentrum durch Blickbeziehungen und die Entwicklung und Pflege der historischen Bausubstanz erlebbar.

Eine hervorragende Verkehrsanbindung in die Metropolregion Rhein Main insbesondere durch den ÖPNV (Umweltbahnhof!) macht  Grünstadt zu einem attraktiven Wohnstandort  und zum Ziel für Kunden und Besucher aus der Region, die in Grünstadt das besondere Einkaufs- und Kulturerlebnis finden. 

 

9.3         Allgemeine Sanierungsziele für die Innenstadt von Grünstadt

Die nachfolgend aufgeführten „allgemeinen Sanierungsziele“ sind im Rahmen der weiteren Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes für ein „Aktives Stadtzentrum Grünstadt“ situationsbezogen weiter zu konkretisieren und planerisch umsetzungsorientiert zu begleiten.

Parallel dazu ist die intensive Beteiligung der Öffentlichkeit, sowie die Einbindung sämtlicher am Prozess der Stadtentwicklung beteiligten Akteure vorgesehen.

Das Projekt „Entwicklungskonzept Aktives Stadtzentrum“ wird durch eine eigene Lenkungsgruppe[25] begleitet und gesteuert.

 

Aufwertung der Wohnfunktion im Stadtkern

·         Insbesondere im historischen Bereich des Stadtkerns sollen die Voraussetzungen für zeitgemäßes Wohnen v. a. unter den Aspekten Freiraum, Belichtung,  Besonnung  und  Kinderfreundlichkeit unter Wahrung und Entwicklung historischer Bezüge (Stadtbild / Bausubstanz)  verbessert werden. 

·         In derzeit hoch verdichteten Blockbereichen sind Entkernungsmöglichkeiten ggf. auch Möglichkeiten zur Grundstücksneuordnung  zu prüfen.

·         Die wertgebenden Baudenkmäler und Ensemblebereiche (Denkmalzonen) sollen nicht nur aus baugeschichtlichem Selbstzweck sondern als identitätsstiftende Charakteristika des Stadtzentrums von Grünstadt erhalten und entwickelt werden.

·         Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen im Privatbereich sollen schwerpunktmäßig gefördert werden.

 

Erhalt und Entwicklung günstiger Voraussetzungen zur Stärkung des Stadtkerns als Standort für kleinteiligen Einzelhandel, Kultur, Dienstleistung und Gastronomie

·         Die bereits begonnenen Maßnahmen im öffentlichen Verkehrsraum sind weiterzuführen. Zusätzliche funktionale und gestalterische Maßnahmen im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Fußgängerzone liegen schwerpunktmäßig im Bereich des Schillerplatzes und des „Carrière sur Seine“ Platzes.

·         Die verkehrsgünstig zur Fußgängerzone gelegenen öffentlichen Parkplätze wie insbesondere das ehem. „Jean Mann Gelände“ sind „Visitenkarten“ v. a. für auswärtige Besucher und Kunden und sollen unter stadtgestalterischen und ökologischen Gesichtspunkten funktional  aufgewertet werden.

·         Die Wegebeziehungen zwischen den Parkplätzen und dem Stadtkern sollen insbesondere unter den Aspekten „Erkennbarkeit“,“ Barrierefreiheit“ und „Erlebniswert“ verbessert werden

·         Der Umweltbahnhof soll an den Stadtkern noch besser angebunden werden. Dazu soll der Trenneffekt „Bitzenstrasse“ entschärft und die soziale Kontrolle im Bahnhofsumfeld verbessert werden.  

·         Das Kino ist wesentlicher Attraktivitätsfaktor im Stadtzentrum. Daher sollen die  standörtlichen Voraussetzungen (Verknüpfung / Anbindung an Fußgängerzone, Parkplatzsituation im unmittelbaren Umfeld, etc.)  optimiert werden.  

Entwicklung der identitätsstiftenden besonderen Charakteristika im Stadtzentrum

·         Die Erkennbarkeit und Erlebbarkeit des historischen Stadtgrundrisses soll verbessert werden. Dazu sind z. B. gestalterische und funktionale Verbesserungen der Wegebeziehungen im Bereich des westlichen und östlichen Grabens geeignet.

·         Bauliche Veränderungen / Ergänzungen sollen den historischen Stadtgrundriss weiter betonen / bzw. zeitgemäß interpretieren (Wiederherstellung von Raumkanten)

·         Die durch Verbindungsgassen und –straßen vorgeprägte mittelalterliche „Leiterstruktur“ des Erschließungssystems soll wo möglich erhalten bzw. wieder hergestellt werden.

·         Empfehlungen / Hinweise / Regelungen zu baugestalterisch wichtigen Sachverhalten sollen zur Entwicklung des besonderen Charakters der „Grünstadter Altstadt“ beitragen. (insbesondere auch Regelungen z. B. zu Werbeanlagen)  

 Verbesserung der Verkehrssituation im Stadtzentrum

·         Zur Vermeidung nicht notwendigen Verkehrsaufkommens insbesondere durch Parkplatzsuchverkehr soll die Auffindbarkeit und Erkennbarkeit der vorhandenen (und i.d.R. ausreichenden) öffentlichen Parklätze verbessert werden.

·         Im Zusammenhang mit dem Ziel „Aufwertung der Wohnfunktion im Stadtkern“ sind Möglichkeiten zu prüfen, inwieweit z. B. durch Entkernungs- oder Grundstücksneuordnungsmaßnahmen Verbesserungen für das Anwohnerparken erreicht werden können. Die wertgebenden und charakteristischen Strukturen sind dabei zu beachten.

·         Bei Umgestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Straßenraum sind insbesondere die Belange des Radverkehrs zu berücksichtigen.

 

Verbesserung der Grün- und Freiflächensituation

·         Vorhandene Kinderspielplätze sollen hinsichtlich ihrer Bedarfsorientierung für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen überprüft und ggf. angepasst werden.

·         Im öffentlichen Raum soll die Anreicherung mit Grünstrukturen (Bäume, Pflanzbeete) verbessert werden. Gute Voraussetzungen dazu bietet u. a. auch das „Jean Mann Gelände“

·         Die Zugänglichkeit / Erreichbarkeit zu vorhandenen öffentlichen Grünanlagen (z. B. Peterspark) soll verbessert werden. (z. B. durch Abmilderung von Trenneffekten im Bereich Bitzenstraße / Jakobstraße / Schlachthofstraße). 

 

10         Zweckmässige Abgrenzung des Sanierungsgebietes – Abgrenzungsvorschlag

Entsprechend der innerhalb der Schwerpunkte der städtebaulichen Konzeption „Aktives Stadtzentrum“ getroffenen planerischen Aussagen mit Flächenbezug erfolgte im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung eine vertiefte Analyse und Gewichtung der städtebaulichen Missstände auf die nachfolgend konzeptionelle Ansätze in textlicher und planerischer Form erarbeitet wurden (Leitbild und Allgemeine Sanierungsziele, Städtebaulicher Rahmenplan).

Bei der Wahl dieses Abgrenzungsvorschlages für das Sanierungsgebiet ist zu beachten, dass einige im Rahmen des vorläufigen Sanierungskonzeptes geplante Vorhaben außerhalb bzw. im Randbereich dieser Begrenzungen liegen (Peterspark, Teile „Westlicher Graben). Bei deren Umsetzung ist allerdings nicht der funktionale Zusammenhang entscheidend, so dass auch die Vorhaben außerhalb des Sanierungsgebietes im Rahmen der städtebaulichen Sanierung umgesetzt werden könnten.

Der Rahmenplan zeigt die vorgesehene Abgrenzung des Sanierungsgebietes unter Berücksichtigung der in den vorbereitenden Untersuchungen erfassten funktionalen und substanziellen Missständen und den angestrebten Sanierungszielen.

 

10.1      Mitwirkungsbereitschaft der Träger öffentlicher Belange

Gemäß § 139 BauGB müssen der Bund, die Länder, die Gemeindeverbände und die sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts im Rahmen der ihnen obliegenden Aufgaben die Vorbereitung und Durchführung von städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen unterstützen. Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange erfolgt sinngemäß nach § 4 BauGB.

Die Verpflichtung zur Unterstützung der Vorbereitung und Durchführung städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen „reicht über die allgemeine Amtshilfe (Art. 35 Abs. 1 GG, §§ 4 bis 8 VwVfG) hinaus. Die Unterstützung ist als Pflichtaufgabe der betroffenen Träger öffentlicher Belange ausgestaltet;“[26]

Gemäß § 139 Abs. 2 Satz 1 ist die Gemeinde verpflichtet, den von der Sanierungsplanung betroffenen Trägern öffentlicher Belange (TöB) möglichst frühzeitig Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Wer Träger der öffentlichen Belange ist, ergibt sich ebenso durch Anwendung von § 4 BauGB wie auch die Verpflichtung der TöB, Stellungnahmen abzugeben und insbesondere Änderungen ihrer Absichten bekanntzumachen[27].

Mit Schreiben vom... wurden den Trägern öffentlicher Belange Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Folgende Träger brachten Anregungen vor, über die in der Sitzung des Stadtrates am ... beschlossen wurde.

Als grundsätzliches Ergebnis ist festzuhalten, dass das geplante Vorhaben der Stadt Grünstadt zur Entwicklung eines „Aktiven Stadtzentrums“ von sämtlichen beietilgten Trägern öffentlicher Belange begrüßt wird.

10.2      Anwendung besonderer sanierungsrechtlicher Vorschriften

Die besonderen sanierungsrechtlichen Vorschriften der §§ 152 bis 156a BauGB umfassen die Bemessung von Ausgleichs- und Entschädigungsleistungen, Kaufpreise, Umlegung, den Ausgleichsbetrag des Eigentümers, die Anrechnung auf den Ausgleichsbetrag und das Absehen davon, die Überleitungsvorschriften zur förmlichen Festlegung, Festsetzungen über Kosten und Finanzierung der Sanierungsmaßnahme sowie den Anwendungsbereich dieser Vorschriften. „Der Einsatz der Vorschriften kann etwa notwendig sein, um den Grundstücksmarkt zu beruhigen (vgl. Kleiber, ZfBR 1986, 263) oder um bei tiefgreifenden Umstrukturierungen spekulative Entwicklungen von vornherein zu vermeiden.“[28]

§ 142 Abs. 4 BauGB ermöglicht es, im Rahmen eines vereinfachten Sanierungsverfahrens die Anwendung der besonderen sanierungsrechtlichen Vorschriften nach §§ 152 bis 156a auszuschließen. Die Möglichkeit des Ausschlusses der Anwendung besonderen der sanierungsrechtlichen Vorschriften besteht dann, wenn deren Anwendung für die Durchführung der Sanierung nicht erforderlich ist und die Durchführung hierdurch voraussichtlich nicht erschwert wird. Dieses Prüfung „bezieht sich damit auf die Beurteilung der Bodenwertentwicklung im Sanierungsgebiet: sanierungsbedingte Werterhöhungen, Preisprüfung und Ausgleichsbeitragsregelung. (…) Allgemein ist die Anwendung der Bestimmungen des Dritten Abschnitts (besondere sanierungsrechtliche Vorschriften) in solchen Fällen indiziert, in denen Bodenwertsteigerungen die Durchführung der Sanierung erschweren können.“[29]

Aus den geschilderten Gründen soll das vereinfachte Sanierungsverfahren zur Anwendung kommen.

10.3      Auswirkungen für die von der Sanierung Betroffenen

Gemäß § 141 Abs. 1 BauGB sollen sich die vorbereitenden Untersuchungen auch auf nachteilige Auswirkungen erstrecken, die sich für die von der beabsichtigten Sanierung unmittelbar Betroffenen in ihrem persönlichen Lebensumständen im wirtschaftlichen oder sozialen Bereich voraussichtlich ergeben werden. „Die Beurteilung der nachteiligen Auswirkungen einer beabsichtigten Sanierung hat für die Sanierung in mehrfacher Hinsicht Bedeutung: Die Gemeinde muss mögliche nachteilige Auswirkungen im Rahmen der Erarbeitung des Sanierungsziels (§ 140 Nr. 3) berücksichtigen. Die Feststellung nachteiliger Auswirkungen hat die Gemeinde insbesondere in die sanierungsrechtliche Abwägung nach § 136 Abs. 4 S. 2 einzustellen. Die Regelung steht weiterhin im Zusammenhang mit der Erörterungs- und Beratungspflicht nach § 137. Die frühzeitige und fortgesetzte Beteiligung der Betroffenen soll die genaue Information der Gemeinde über die Möglichkeiten nachteiligen Auswirkungen der Sanierung sicherstellen.“[30]

Im Rahmen der geplanten städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen gemäß des vorläufigen / Sanierungskonzeptes ist nicht mit objektiv negativen Auswirkungen für die von der Planung Betroffenen zu rechnen.

Die häufig befürchteten negativen Auswirkungen einer Sanierungssatzung (Einschränkung der persönlichen Freiheiten im Umgang mit dem Eigentum in bezug auf Baumaßnahmen, Verkauf, An- bzw. Umbau, Gestaltung, …) basieren zumeist auf Unkenntnis über die Gesamtheit der mit einem Sanierungsgebiet zusammenhängenden Rechte, Pflichten und Möglichkeiten.

So ergäben sich für die Wohnungs- und Geschäftseigentümer innerhalb des Sanierungsgebietes interessante direkte oder indirekte Fördermöglichkeiten (z.B. durch erhöhte steuerliche Abschreibung).

Zusätzlich ist zu beachten, dass Maßnahmen im öffentlichen Straßenraum i.d.R. durch Anliegerbeiträge finanziert werden. Während dabei aus Kostengründen kaum nennenswerter Gestaltungsspielraum besteht, die Anlieger aber dennoch belastet würden, könnte das Bund – Länder – Programm zur Städtebauförderung größere Gestaltungsspielräume eröffnen, die insgesamt auch eine funktionale Aufwertung des öffentlichen Raumes für den Stadtkern von Grünstadt mit sich bringen würden. 


11         Anhang

11.1      Kosten- und Finanzierungsübersicht


11.2      Städtebauliche Strukturdaten

Hier erfolgt eine Profilbeschreibung der einzelnen Straßenzüge und Gassen im Untersuchungsgebiet, die sich an städtebaulichen Rahmendaten (Grundstücksgrößen, Überbauungsgrad, Differenzierung zwischen Haupt- und Nebengebäuden, Nutzungsart und -intensität) sowie bestimmenden Daten zur Einwohnerstruktur (Altersgruppen, Einwohnerdichte, Ausländeranteil) orientiert.


11.2.1    Neugasse

Die Neugasse stellt die Verbindung zwischen der Obergasse und der Berggasse dar. Auf einer Gesamtlänge von ca. 450 m weist sie mit Ausnahme des südlichen Drittels, wo bereits einzelne Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden, hohe Anteile sanierungsbedürftiger Bausubstanz auf. Insbesondere im Bereich zwischen der Kirche und dem Zugang zum Schillerplatz befinden sich zahlreiche Gebäude, die eine besondere stadtgestalterische Relevanz aufweisen. Diese begründet sich entweder aus dem Erscheinungsbild des Gebäudes / Anwesens selbst (erhaltene historische Fassadengliederung, besondere architektonische Details und Bauelemente), aus der Lage des Gebäudes an exponierter Stelle oder im Ensemble mit weiteren städtebaulichen Dominanten. Weite Teile dieses Bereiches sind in der Denkmaltopografie als „Denkmalzone“ dargestellt.

 

Im Jahr 2008 waren von ca. 110 Haupt- und Nebengebäuden etwa 26 Gebäude mit erheblichem Sanierungsbedarf und 7 Gebäude mit Sanierungsbedarf ermittelt worden. Etwa die Hälfte der Gebäude ließ eine besondere Stadtbildrelevanz erkennen.

 

Im Vergleich zu den benachbarten zum Teil sehr engen Gassensituationen im Stadtkern weist  die Neugasse eine spannungsvolle Abfolge von Aufweitungen (Einmündungen: Lateinschulgasse u. Kellergasse) und Engstellen z.B. im Bereich der Kirche auf.

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen reichen von unter 100 m² bis vereinzelt über 1.000 m². Wie auch im überwiegenden Teil des Gesamtbetrachtungsraums liegen die meisten Grundstücke zwischen unter 100 und 200 m².

 

Die Wohndichte lag 2001 in der Neugasse bei 6,1 Einwohnern / Wohngebäude und war somit deutlich höher als die durchschnittliche Wohndichte des gesamten Untersuchungsraumes (4,1 EW / Wohngeb..). 2008 lag die Wohndichte noch bei 4,3 Einwohnern / Wohngebäude, somit aber immer noch über dem aktuellen Durchschnitt im Gesamtstadtgebiet von 3,3.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur wurde 2001 deutlich, dass die 19-45-jährigen mit 46,8 % den größten Anteil hatten und damit über dem mittleren Anteil dieser Altersgruppe im gesamten Betrachtungsraum (40,3 %) liegen. Im Gegensatz dazu lagen die prozentualen Anteile der anderen Altersgruppen etwas unter ihrem durchschnittlichen Anteil. Auch im Jahr 2008 hatten die 19-45-jährigen den größten Anteil.

 

Der Ausländeranteil 2001 war in der Neugasse mit 20,6 % etwas höher als im Durchschnitt des gesamten Betrachtungsraumes (19,6 %). Im Jahr 2008 lag der Anteil an Ausländern bei 16,6% und somit unter dem Durchschnitt des Untersuchungsgebietes von 18,2%.

 

 


Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

64

Anzahl der Einwohner

233

Anzahl der Grundstücke

57

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

6,1

Anzahl der Hauptgebäude

69

Nettobaufläche in m²

20.255

Anzahl der Nebengebäude

53

 

 

Der hohe Anteil an Nebengebäuden in der vorwiegend von Wohnnutzung geprägten Neugasse bietet voraussichtlich erhebliches Potential im Hinblick auf Entkernungsmöglichkeiten zur Verbesserung der privaten Freiflächensituation, zur Verbesserung der Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse oder der Schaffung von privaten Stellplatzflächen.

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

64

Anzahl der Einwohner

223

Anzahl der Grundstücke

57

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,3

Anzahl der Hauptgebäude

Ca. 55

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

Ca. 25

 

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

57

13

18

12

7

3

1

3

%

22,8

31,6

21,1

12,3

5,2

1,8

5,2

 

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

233

44

109

41

39

%

18,9

46,8

17,6

16,7

 

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

223

36

97

59

31

%

16,1

43,5

26,5

13,9

 

 

 

 

 


11.2.2    Westlicher Graben

Der Westliche Graben stellt die Verbindung zwischen der Obergasse und der Berggasse dar. Auf einer Gesamtlänge von ca. 450 m weist die Bebauung des Straßenzuges insbesondere im östlichen Teil einige Gebäude mit sanierungsbedürftiger Bausubstanz auf.

 

Von den 54 Haupt- und Nebengebäuden im Westlichen Graben ließen 2001 etwa 15 Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf erkennen. Im Jahr 2008 hatten nur noch etwa 10 Gebäude Sanierungsbedarf aufzuweisen. Bei 1 Gebäude wurde ein erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt.

 

Im Westlichen Graben ist eine sehr enge Gassensituation vorzufinden, die charakteristisch für den gesamten mittelalterlichen Stadtkern ist.

 

Strukturdaten

 

Die meisten Grundstücke haben eine Größe von bis zu 400 m²; ein Grundstück liegt zwischen 601 und 800 m². Besonders auffällig ist der sehr hohe Anteil der Grundstücke unter 100 m², der mehr als doppelt so hoch ist wie der durchschnittliche Anteil dieser Grundstücksgröße im Betrachtungsraum.

 

Die Wohndichte war 2001 mit 2,7 Einwohnern / Wohngebäude deutlich geringer als im gesamten Untersuchungsraum (4,1). 2008 lag die Wohndichte bei 2,5 Einwohnern / Wohngebäude und somit auch unter dem Durchschnitt von 3,3 Einwohnern / Wohngebäude.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur wurde 2001 deutlich, dass die 19-45-jährigen am stärksten vertreten waren; dennoch lag ihr Anteil mit 36,5 % deutlich unter dem durchschnittlichen Anteil dieser Altersgruppe im gesamten Betrachtungsraum (40,3 %). Entsprechend war auch der Anteil der über 65-jährigen mit 16,7 % geringfügig kleiner als im Durchschnitt (16,8 %). Im Gegensatz dazu lagen die Anteile der anderen Altersgruppen über ihrem mittleren Wert im gesamten Betrachtungsraum. Im Jahr 2008 hatten die 19-45-jährigen mit 35,6 % und die 46-65-jährigen mit 28,8 % die größten Anteile im Untersuchungsraum.

 

Der Ausländeranteil war 2001 mit 7,3 % im Westlichen Graben relativ gering. Er betrug nur gut ein Drittel des durchschnittlichen Anteils dieser Bevölkerungsgruppe im gesamten Untersuchungsraum (19,6 %). 2008 lag der Ausländeranteil bei 7,7%.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

35

Anzahl der Einwohner

96

Anzahl der Grundstücke

33

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2,7

Anzahl der Hauptgebäude

41

Nettobaufläche in m²

4.213

Anzahl der Nebengebäude

13

 

 

Im Westlichen Graben bietet der recht geringe Anteil an Nebengebäuden u. U. nur wenig Potential im Hinblick auf Entkernungsmöglichkeiten, um die private Freiflächensituation, die Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse zu verbessern oder private Stellplatzflächen zu schaffen.

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

35

Anzahl der Einwohner

 104

Anzahl der Grundstücke

33

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2,5

Anzahl der Hauptgebäude

41

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

13

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

33

19

11

2

0

1

0

0

%

57,6

33,3

6,1

0

3,0

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

96

23

35

22

16

%

23,9

36,5

22,9

16,7

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

104

27

37

30

10

%

26

35,6

28,8

9,6

 

 

Stand 2001: Einwohnerangaben zu den Gebäuden 8, 8a sowie die Grundstücksinformationen zu den Gebäuden 17, 35, 41, 43, 45 lagen zum Zeitpunkt der Berichtlegung nicht vor.

 

 

 


11.2.3    Ringgasse

Die Ringgasse bildet die Verbindung zwischen der Hauptstraße und der Bitzenstraße und hat eine Gesamtlänge von ca. 220 m. Vor allem im nördlichen Bereich weist die Ringgasse hohe Anteile an sanierungsbedürftiger Substanz auf.

 

Einige dieser sanierungsbedürftigen Gebäude waren und sind aufgrund des Erscheinungsbildes des Gebäudes / Anwesens oder der Lage des Gebäudes von besonderer stadtgestalterischer Relevanz.

 

Im westlichen Teil der Ringgasse ist die für den Stadtkern typische enge Gassensituation (schlechter Straßenzustand!) vorzufinden.

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen in der Ringgasse reichen von unter 100 bis 1.000 m². Den größten Anteil haben die Grundstücke zwischen 201 und 400 m² mit 35,0 %.

 

Die Wohndichte von 3,9 Einwohnern / Wohngebäude in der Ringgasse lag 2001 nur geringfügig unter der mittleren Wohndichte von 4,1. Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 4,8 Einwohnern / Wohngebäude und somit über dem Durchschnitt von 3,3.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur fiel 2001 besonders der sehr hohe Anteil der 19-45-jährigen ins Auge, der in der Ringgasse mit 54,2 % deutlich über dem mittleren Anteil dieser Altersgruppe lag. Im Gegensatz dazu lag der Anteil der über 65-jährigen mit nur 6,8 % deutlich unter dem durchschnittlichen Anteil von 16,8 %. Im Jahr 2008 hatte die Altersstruktur keine großen Veränderungen zu verzeichnen.

 

Der Ausländeranteil in der Ringgasse lag 2001 bei 28,8 % und war somit deutlich höher als der mittlere Ausländeranteil von 19,6 %. 2008 lag der Ausländeranteil sogar bei 32,1 % und somit ebenfalls deutlich höher als der Durchschnitt (18,2 %).

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

22

Anzahl der Einwohner

59

Anzahl der Grundstücke

20

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,9

Anzahl der Hauptgebäude

23

Nettobaufläche in m²

5.731

Anzahl der Nebengebäude

13

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

20

Anzahl der Einwohner

81

Anzahl der Grundstücke

19

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,8

Anzahl der Hauptgebäude

17

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

10

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

20

6

4

7

1

0

2

0

%

30,0

20,0

35,0

5,0

0

10,0

0

 

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

59

14

32

9

4

%

23,7

54,2

15,3

6,8

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

81

19

41

14

7

%

23,5

50,6

17,3

8,6


11.2.4    Jakobstraße

Die Jakobstraße bildet eine Verbindung zwischen der Hauptstraße und der Asselheimer Straße und hat eine Gesamtlänge von ca. 270 m. Vor allem die Südseite der Jakobstraße weist einen beträchtlichen Anteil an erheblich renovierungsbedürftigen Gebäuden auf.

 

Durch die Erweiterung des Untersuchungsbereichs gem. Stadtratsbeschluss vom 30.09.2008 wurde ein kleinerer Teil der Jakobsstraße in das Untersuchungsgebiet miteinbezogen.

 

5 von den hier gelegenen ca. 110 Haupt- und Nebengebäuden waren 2001 in bereits saniertem, erhaltenswerten Zustand, wohingegen bei 30 Bauten ein meist erheblicher Renovierungsbedarf bestand. Im Jahr 2008 ließen noch etwa 10 Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf erkennen. 11 Gebäude hatten und haben aufgrund des Erscheinungsbildes des Gebäudes / Anwesens oder wegen der Lage des Gebäudes eine besondere Relevanz für das Stadtbild.

 

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen liegen zwischen unter 100 und über 1.000 m². Kleine Grundstücke unter 100 m², sind nur vereinzelt anzutreffen. Den größten Anteil haben die Grundstücke zwischen 101 und 400 m² mit insgesamt 47 %.

 

Mit 6,0 Einwohnern / Wohngebäude war die Wohndichte 2001 deutlich höher als im Durchschnitt des Untersuchungsraumes. Im Jahr 2008 war die Wohndichte mit 5,9 Einwohnern / Wohngebäuden nur unwesentlich geringer als 6 Jahre zuvor. (Höherer Anteil an Mehrfamilienhäusern)

 

Die Altersstruktur in der Jakobstraße war 2001 und auch im Jahr 2008 nicht besonders auffällig. Die prozentuale Verteilung der Altersgruppen weicht meist nur unwesentlich von der im gesamten Untersuchungsraum ab.

 

Der Ausländeranteil in der Jakobstraße war 2001 mit 26% gut 5 % höher als der durchschnittliche Ausländeranteil des Betrachtungsraumes. Im Jahr 2008 lag der Anteil an Ausländern bei 28,8 %.

 

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

43

Anzahl der Einwohner

179

Anzahl der Grundstücke

38

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

6,0

Anzahl der Hauptgebäude

51

Nettobaufläche in m²

27.507

Anzahl der Nebengebäude

52

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

43

Anzahl der Einwohner

212

Anzahl der Grundstücke

38

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

5,9

Anzahl der Hauptgebäude

36

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

19

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

38

1

10

8

7

5

0

7

%

2,6

26,3

21,1

18,4

13,2

0

18,4

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

179

42

79

33

25

%

23,5

44,1

18,4

14,0

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

212

51

85

46

30

%

24,0

40,1

21,7

14,2

 

Stand 2001: Die Grundstücksinformationen zu den Gebäuden 21a, 21b, 21c, 21d, 50 lagen zum Zeitpunkt der Berichtlegung nicht vor..

 

 


11.2.5    Lämmergasse

Die Lämmergasse stellt die Verbindung von der Neugasse zum Schillerplatz dar. Auf einer Gesamtlänge von ca. 95 m befinden sich vor allem im westlichen Bereich viele Gebäude mit zum Teil erheblichem Renovierungsbedarf.

 

In der Lämmergasse herrscht die typische enge Gassensituation des Stadtkerns  vor.

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen reichen von unter 100 bis 400 m². Den weitaus größten Anteil haben mit 66 % Grundstücke unter 100 m².

 

Die Wohndichte in der Lämmergasse lag 2001 bei 3,3 Einwohnern / Wohngebäude und war geringer als im gesamten Betrachtungsraum (4,1). Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 2,3 Einwohnern / Wohngebäude und war somit auch geringer als der Durchschnitt im Untersuchungsgebiet (3,3).

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur fiel 2001 besonders der mit 40 % hohe Anteil der 46-65-jährigen ins Auge, der mehr als das Doppelte des mittleren Anteils dieser Altersgruppe ausmachte. Im Gegensatz dazu entsprach der Anteil der 0-18-jährigen mit nur 5 % nur knapp einem Viertel des mittleren Anteils dieser Altersgruppe. Auch im Jahr 2008 war der Anteil der 46-65-jährigen mit 43 % am höchsten, wobei der Anteil der über 65-jährigen mit 14 % etwas gesunken war.

 

Der Ausländeranteil in der Lämmergasse lag 2001 bei 10 %; er war also nur gut halb so groß wie im Durchschnitt des Betrachtungsraumes. Im Jahr 2008 lag der Anteil an Ausländern bei 33,3 %.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

9

Anzahl der Einwohner

20

Anzahl der Grundstücke

9

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,3

Anzahl der Hauptgebäude

10

Nettobaufläche in m²

1.023

Anzahl der Nebengebäude

8

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

9

Anzahl der Einwohner

21

Anzahl der Grundstücke

9

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2,3

Anzahl der Hauptgebäude

9

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

8

 

 

Aufgrund des vorhandenen Anteils an Nebengebäuden bietet sich auch in der Lämmergasse  u. U. Potential im Hinblick auf Entkernungsmöglichkeiten, um die private Freiflächensituation, die Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse zu verbessern und um private Stellplatzflächen zu schaffen.

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

9

6

2

1

0

0

0

0

%

66,7

22,2

11,1

0

0

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

20

1

7

8

4

%

5

35

40

20

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

21

1

8

9

3

%

4,8

38,1

42,8

14,3


11.2.6    Kellergasse

Die Kellergasse verbindet die Neugasse mit dem „Westlichen Graben“. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 60 m und weist einige Aufweitungen auf. Hier befinden sich eine große Zahl an Gebäuden mit erheblichem Sanierungsbedarf.

 

Von 13 Gebäuden in der Kellergasse wiesen 2001 11 Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf auf. Im Jahr 2008 ließen immerhin noch 10 Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf erkennen.

 

Aufgrund der für den Stadtkern eher untypischen Aufweitungen hat die Kellergasse einen eher platzartigen Charakter.

 

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen reichen von unter 100 bis zu 400 m². Mit 56 % haben die Grundstücke unter 100 m² den größten Anteil, der den durchschnittlichen Anteil dieser Grundstücksgröße im Untersuchungsgebiet (23 %) um mehr als das Doppelte übersteigt.

 

Die Wohndichte entsprach 2001 mit 4,3 Einwohnern / Wohngebäude in etwa der durchschnittlichen Wohndichte des gesamten Untersuchungsbereiches. Im Jahr 2008 ging die die Wohndichte mit 3,4 Einwohnern / Wohngebäude in etwa auf den Durchschnittswert des Untersuchungsgebietes zurück.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur trat 2001 besonders der mit 54 % hohe Anteil der 0-18-jährigen hervor. Ebenso war auch der fehlende Anteil der über 65-jährigen auffällig. 2008 waren die Anteile gleichmäßiger verteilt, wobei auch nur 4 % zu den über 65-jährigen gezählt werden konnten.

 

Der Ausländeranteil war 2001 mit 69 % mehr als dreimal so hoch wie der durchschnittliche Ausländeranteil. Im Jahr 2008 lag der Anteil an Ausländern bei 67 %.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

9

Anzahl der Einwohner

13

Anzahl der Grundstücke

9

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,3

Anzahl der Hauptgebäude

9

Nettobaufläche in m²

978

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

9

Anzahl der Einwohner

24

Anzahl der Grundstücke

9

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,4

Anzahl der Hauptgebäude

7

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

9

5

3

1

0

0

0

0

%

55,6

33,3

11,1

0

0

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

13

7

5

1

0

%

53,8

38,5

7,7

0

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

24

9

9

5

1

%

37,5

37,5

20,8

4,2


11.2.7    Berggasse

Die Berggasse bildet die Verbindung von der Hauptstraße zu neuern Baugebieten in Richtung Westen. Auf einer Länge von ca. 170 m liegt die Berggasse im Untersuchungsraum. Hier befinden sich zu beiden Straßenseiten einige Gebäude mit zum Teil erheblich sanierungsbedürftiger Bausubstanz, von denen viele eine besondere stadtgestalterische Relevanz aufweisen. Des Weiteren sind hier auch einige bereits sanierte, erhaltenswerte Gebäude vorzufinden.

 

Durch die Erweiterung des Untersuchungsbereichs gem. Stadtratsbeschluss vom 30.09.2008 wurde ein kleinerer Teil der Berggasse in das Untersuchungsgebiet miteinbezogen.

 

Im Jahr 2008 wiesen ca. 8 Gebäude einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Bei 7 Gebäuden wurde eine besondere Relevanz für das Stadtbild festgestellt.

 

In relevanten Abschnitt der Berggasse ist eine abwechslungsreiche Abfolge von Aufweitungen und Engstellen vorzufinden.

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen reichen von unter 100 m² bis 1.000 m². Wie auch im gesamten Untersuchungsgebiet haben die Grundstücke zwischen unter 100 und 400 m² mit insgesamt 63 % den größten Anteil.

 

In der Berggasse lag die Wohndichte 2001 bei 5,2 Einwohnern / Wohngebäude und war somit höher als im damaligen Mittel des Betrachtungsraumes (4,1). Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 4,3 Einwohnern / Wohngebäude.

 

Die Altersstruktur in der Berggasse war 2001 nicht besonders auffällig. Sie unterschied sich nur geringfügig von der mittleren prozentualen Verteilung im gesamten Untersuchungsraum ab. Aufgrund fehlender Angaben bzw. unterschiedlicher Datenbasis ist ein Vergleich zur Altersstruktur 2008 nicht möglich.

 

Der Ausländeranteil war 2001 mit 7 % sehr gering. Er entsprach nur ca. einem Drittel des durchschnittlichen Ausländeranteils. Im Jahr 2008 lag der Anteil an Ausländern bei 10 %.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

22

Anzahl der Einwohner

98

Anzahl der Grundstücke

19

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

5,2

Anzahl der Hauptgebäude

23

Nettobaufläche in m²

6.653

Anzahl der Nebengebäude

15

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

18

Anzahl der Einwohner

78

Anzahl der Grundstücke

18

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,3

Anzahl der Hauptgebäude

18

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

15

 

 

Der Anteil an Nebengebäuden in der überwiegend von Wohnnutzung geprägten Berggasse bietet u.U. Potential im Hinblick auf Entkernungsmöglichkeiten, um so private Stellplatzflächen zu schaffen oder die Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse und die private Freiflächensituation zu verbessern.

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

19

4

4

4

2

4

1

0

%

21,05

21,05

21,05

10,5

21,05

5,3

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

98

25

43

14

16

%

25,5

43,9

14,3

16,3

 


11.2.8    Schillerplatz

Der Schillerplatz (ehemals Marktplatz) bildet die Verbindung zwischen der Hauptstraße und der Neugasse und hat eine Gesamtlänge von ca. 75 m. Hier befinden sich einige bereits sanierte, erhaltenswerte Gebäude, aber auch solche mit erheblichem Sanierungsbedarf.

 

Von den am Schillerplatz gelegenen Haupt- und Nebengebäuden bestand 2001 bei 3 Gebäuden Sanierungsbedarf, bei weiteren 3 war dieser erheblich. Im Jahr 2008 ließ nur noch ein Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf erkennen. 3 der am Schillerplatz gelegenen Gebäude hatten und haben aufgrund ihrer Lage oder des Erscheinungsbildes des Gebäudes / Anwesens eine besondere Relevanz für das Stadtbild.

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen reichen von unter 100 bis 800 m². Den weitaus größten Anteil haben die Grundstücke unter 100 m².

 

Die Wohndichte lag 2001 mit 3,5 Einwohnern / Wohngebäude unter der durchschnittlichen Wohndichte des gesamten Untersuchungsbereiches (4,1). Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei lediglich 2,1 und damit unter dem aktuelle Wert von 3,3.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur trat 2001 besonders der mit 28,6 % geringe Anteil der 19-45-jährigen hervor. Ebenso auffällig war auch der mit 23,8 % recht hohe Anteil der über 65-jährigen, der 6 % über dem durchschnittlichen Anteil dieser Altersgruppe lag. 2008 fiel der geringe Anteil der über 65-jährigen mit 11,8 ins Auge.

 

Der Ausländeranteil war 2001 mit 4,8 % sehr gering und machte nur etwa ein Viertel des durchschnittlichen Wertes aus. Im Jahr 2008 waren keine ausländischen Mitbürger gemeldet.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

7

Anzahl der Einwohner

21

Anzahl der Grundstücke

7

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,5

Anzahl der Hauptgebäude

8

Nettobaufläche in m²

1.286

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

7

Anzahl der Einwohner

17

Anzahl der Grundstücke

7

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2,1

Anzahl der Hauptgebäude

8

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

7

4

1

1

0

1

0

0

%

57,1

14,3

14,3

0

14,3

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

21

5

6

5

5

%

23,8

28,6

23,8

23,8

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

17

4

5

6

2

%

23,5

29,4

35,3

11,8


11.2.9    Ochsengasse

Die Ochsengasse bildet eine Verbindung zwischen der Neugasse und der Fußgängerzone und hat eine Gesamtlänge von ca. 75 m.

 

Von den in der Ochsengasse gelegenen Haupt- und Nebengebäuden wiesen 2001 2 Gebäude einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Bei weiteren 3 Gebäuden bestand ebenfalls Sanierungsbedarf. 1 Gebäude ist bereits saniert. 2008 hat sich der Sanierungsbedarf nur geringfügig reduziert.

 

Die Ochsengasse hat den für den Stadtkern typischen Charakter einer engen Gassensituation mit der besonderen Problematik der Nutzung und Unterbringung privater PKW der Anwohner.

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 101 und 400 m².wobei der Anteil Grundstücke zwischen 101 und 200 m² am größten ist.

 

Die Wohndichte lag 2001 in der Ochsengasse bei 3,8 Einwohnern / Wohngebäude und war somit geringer als im damaligen Mittel des Betrachtungsraumes. Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 3,9 Einwohnern / Wohngebäude und somit etwas höher als der Durchschnitt von 3,3.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur fiel 2001 vor allem der hohe Anteil der 46-65-jährigen auf; er lag mit 40 % beinahe doppelt so hoch wie der durchschnittliche Anteil dieser Altersgruppe (21,0 %). Im Gegensatz entsprach der Anteil der 19-45-jährigen mit 26,7 % nur etwa zwei Drittel des durchschnittlichen Anteils dieser Altersgruppe (40,3 %). Im Jahr 2008 ließ sich eine Verschiebung der Anteile erkennen. Die 19-45-jährigen machten mit 45 % den höchsten Anteil aus, während der Anteil der 46-65-jährigen auf 19 % gesunken ist.

 

2001 war kein Ausländeranteil vorhanden. Im Jahr 2008 lag der Anteil an Ausländern bei 9,7 %.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

6

Anzahl der Einwohner

15

Anzahl der Grundstücke

6

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,8

Anzahl der Hauptgebäude

7

Nettobaufläche in m²

1.089

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

6

Anzahl der Einwohner

31

Anzahl der Grundstücke

6

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,9

Anzahl der Hauptgebäude

8

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

6

0

4

2

0

0

0

0

%

0

66,7

33,3

0

 

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

15

3

4

6

2

%

20

26,7

40,0

13,3

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

31

7

14

6

4

%

22,5

45,2

19,4

12,9

Stand 2001: Die Einwohnerangaben zum Gebäude 7b sowie die Grundstücksinformationen zum Gebäude 7 lagen zum Zeitpunkt der Berichtlegung nicht vor.

 

 


11.2.10    Obergasse

Die Obergasse ist die westliche Verlängerung der Kirchheimer Straße und bildet eine Verbindung von der Fußgängerzone in Richtung Westen. Auf einer Länge von ca. 340 m liegt die Obergasse im Untersuchungsbereich. In diesem Straßenabschnitt befinden sich, besonders auf der nördlichen Straßenseite, diverse Gebäude mit erheblichem Sanierungsbedarf, wovon einige auch eine besondere stadtgestalterische Relevanz aufweisen.

 

Durch die Erweiterung des Untersuchungsbereichs gem. Stadtratsbeschluss vom 24.09.2008 wurde ein kleinerer Teil der Obergasse in das Untersuchungsgebiet miteinbezogen.

 

Von den im Untersuchungsbereich gelegenen Haupt- und Nebengebäuden in der Obergasse wiesen 2001 11 Gebäude einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Bei weiteren 11 Gebäuden bestand ebenfalls Sanierungsbedarf. Im Jahr 2008 ließen sogar 27 Gebäude einen Sanierungsbedarf erkennen, 8 davon einen erheblichen. 10 Gebäude im relevanten Abschnitt der Obergasse waren und sind in einem bereits renovierten Zustand. Bei 13 Gebäuden wurde eine besondere Relevanz für das Stadtbild festgestellt.

 

Strukturdaten

 

In der Obergasse sind alle Grundstücksgrößen – von unter 100 bis über 1000 m² - vertreten. Mit 29 % haben die Grundstücke unter 100 m² den größten Anteil an der prozentualen Verteilung.

 

Die Wohndichte in der Obergasse lag 2001 bei 4,3 Einwohnern / Wohngebäude und war somit nur unwesentlich höher als im Durchschnitt des gesamten Betrachtungsraumes (4,1). Im Jahr 2008 lag der Anteil bei 3,5 Einwohnern / Wohngebäude und damit geringfügig über dem derzeitigen Mittelwert von 3,3..

 

Die Altersstruktur in der Obergasse war 2001 nicht besonders auffällig. Sie unterschied sich nur geringfügig von der mittleren prozentualen Verteilung der Altersgruppen im gesamten Betrachtungsraum ab. à zur Altersstruktur fehlten 2008 Angaben!

 

Der Ausländeranteil war 2001 mit 4,3 % gering und machte nur etwa ein Viertel des mittleren Anteils dieser Bevölkerungsgruppe im gesamten Untersuchungsgebiet (19,6 %) aus. Im Jahr 2008 lag der Anteil bei 15,7%.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

58

Anzahl der Einwohner

176

Anzahl der Grundstücke

51

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,3

Anzahl der Hauptgebäude

51

Nettobaufläche in m²

16.900

Anzahl der Nebengebäude

27

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

58

Anzahl der Einwohner

159

Anzahl der Grundstücke

51

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,5

Anzahl der Hauptgebäude

45

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

23

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

51

15

10

12

5

6

2

1

%

29,4

19,6

23,5

9,8

11,8

3,9

2,0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

176

46

70

30

30

%

26,1

39,8

17,05

17,05

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

159

 

 

 

 

%

 

 

 

 

 

Stand 2001: Die Grundstücksinformationen zum Gebäude 20 lagen zum Zeitpunkt der Berichtlegung nicht vor.

 

 


11.2.11    Nordring

Der Nordring stellt eine Verbindung von der Asselheimer Straße in Richtung Westen dar und liegt auf einer Länge von ca.170 m im Untersuchungsbereich. In diesem Bereich befinden sich keine sanierungsbedürftigen Gebäude. Aus diesem Grund wurde dieser Bereich im weiteren Verlauf der Vorbereitenden Untersuchungen nicht mehr vertieft betrachtet.

 

Strukturdaten

 

Die Grundstücksgrößen liegen im Nordring zwischen 201 und über 1.000 m². Der Anteil der Grundstücke zwischen 201 und 400 m² ist mit 42,9 % fast doppelt so groß wie der mittlere Anteil dieser Grundstücksgröße im gesamten Untersuchungsgebiet (23,8 %). Bei den Grundstücken über 1.000 m² wird mit 14,3 % der durchschnittliche Anteil dieser Grundstücksgröße (4,9 %) sogar um fast das Dreifache übertroffen.

 

Im Nordring lag die Wohndichte 2001 bei 3,1 Einwohnern / Wohngebäude und war somit unter der durchschnittlichen Wohndichte des gesamten Betrachtungsraumes. (4,1).

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur war der mit 60 % sehr hohe Anteil der 19-45-jährigen, der den durchschnittlichen Anteil dieser Altersgruppe (40,3 %) um ca. ein Drittel übersteigt.

 

Der Ausländeranteil war 2001 mit 8,0 % sehr gering und machte nur gut die Hälfte des mittleren Anteils dieser Bevölkerungsgruppe im gesamten Untersuchungsgebiet (19,6 %) aus.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

8

Anzahl der Einwohner

25

Anzahl der Grundstücke

7

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,1

Anzahl der Hauptgebäude

11

Nettobaufläche in m²

5.471

Anzahl der Nebengebäude

8

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

7

0

0

3

2

1

0

1

%

0

0

42,9

28,5

14,3

0

14,3

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

25

4

15

3

3

%

16,0

6,0

12,0

12,0

 


11.2.12    Asselheimer Straße

Die Asselheimer Straße ist die nördliche Verlängerung der Bitzenstraße und stellt eine Verbindung von der Jakobstraße in Richtung Norden dar. Sie liegt auf einer Länge von ca.110 m im Untersuchungsbereich. In diesem Bereich befinden sich keine sanierungsbedürftigen Gebäude. Aus diesem Grund wurde dieser Bereich im weiteren Verlauf der Vorbereitenden Untersuchungen nicht mehr vertieft betrachtet.

 

Strukturdaten

 

In der Asselheimer Straße liegen die Grundstücke zwischen 401 und über 1.000 m² und sind somit deutlich größer als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes.

 

Die Wohndichte im relevanten Abschnitt der Asselheimer Straße lag 2001 bei 5,0 Einwohnern je Wohngebäude und war somit erkennbar höher als im Durchschnitt des Untersuchungsraumes (4,1).

 

Die Altersstruktur in der Asselheimer Straße war nicht besonders auffällig. Die prozentuale Verteilung der Altersgruppen entsprach – mit gewissen Schwankungen – der des gesamten Betrachtungsraumes.

 

Der Ausländeranteil lag mit nur 5,0 % deutlich unter dem mittleren Anteil dieser Bevölkerungsgruppe (19,6 %).

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

5

Anzahl der Einwohner

20

Anzahl der Grundstücke

5

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

5,0

Anzahl der Hauptgebäude

6

Nettobaufläche in m²

3.590

Anzahl der Nebengebäude

5

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

5

0

0

0

2

1

1

1

%

0

0

0

40,0

20,0

20,0

20,0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

20

5

8

4

3

%

25,0

40,0

20,0

15,0

 


11.2.13    Bitzenstraße

Die Bitzenstraße stellt die südliche Verlängerung der Asselheimer Straße dar und ist eine Verbindung von der Jakobstraße zur Obersülzer Straße. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 590 m und liegt fast vollständig im Untersuchungsgebiet.

 

Hier befinden sich etliche zumeist gründerzeitliche Gebäude, die eine besondere stadtgestalterische Relevanz aufweisen, die sich entweder aus dem Erscheinungsbild des Gebäudes / Anwesens selbst (erhaltene historische Fassadengliederung, besondere architektonische Details und Bauelemente), aus der Lage des Gebäudes an exponierter Stelle oder im Ensemble mit weiteren städtebaulichen Dominanten. Die Bitzenstraße weist beträchtliche Anteile an sanierungsbedürftiger Bausubstanz auf.

 

Von den Haupt- und Nebengebäuden in der Bitzenstraße wiesen 2001 und 2008 etwa 14 Gebäude Sanierungs- oder Renovierungsbedarf auf.

 

Die Bitzenstraße wird durch Verkehrsaufkommen extrem belastet.

 

Strukturdaten

 

In der Bitzenstraße liegen die Grundstücksgrößen zwischen 201 und über 1.000 m². Mit 37,0 % haben die Grundstücke zwischen 601 und 800 m² den größten Anteil, der deutlich über dem durchschnittlichen Anteil dieser Grundstücksgröße  im Betrachtungsraum liegt.

 

Die Wohndichte in der Bitzenstraße lag 2001 bei 4,2 Einwohnern / Wohngebäude und war somit nur unwesentlich höher als die mittlere Wohndichte des Untersuchungsgebietes (4,1). 2008 lag die Wohndichte bei 3,3 Einwohnern / Wohngebäude und lag somit im Durchschnitt.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur in der Bitzenstraße war besonders der recht geringe Anteil der 19-45-jährigen auffällig, der mit 33,3 % 7 % unter dem mittleren Anteil dieser Altersgruppe im Untersuchungsraum lag. Ebenso lag auch der Anteil der über 65-jährigen mit nur 10,5 % deutlich unter dem durchschnittlichen Anteil im Untersuchungsraum. Im Gegensatz dazu hatten die übrigen Altersgruppen einen höheren Anteil als im Mittel des gesamten Betrachtungsraumes.à Zur Altersstruktur 2008 kann aufgrund fehlender bzw. anderer Datenbasis kein Vergleich gezogen werden.

 

Der Ausländeranteil in der Bitzenstraße lag 2001 bei 12,4 % und war somit geringer als im Mittel des Untersuchungsraumes. 2008 lag der Anteil an Ausländern bei 22,4% und war damit etwas höher als der Durchschnitt (18,2).

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

38

Anzahl der Einwohner

105

Anzahl der Grundstücke

27

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,2

Anzahl der Hauptgebäude

33

Nettobaufläche in m²

15.772

Anzahl der Nebengebäude

18

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

38

Anzahl der Einwohner

116

Anzahl der Grundstücke

27

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,3

Anzahl der Hauptgebäude

35

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

19

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

27

0

0

9

2

10

3

3

%

0

0

33,3

7,5

37,0

11,1

11,1

 

Altersstruktur

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

 

 

 

 

 

%

 

 

 

 

 

 


11.2.14    Poststraße

Die Poststraße ist die Verbindung zwischen Bitzenstraße und Östlichem Graben. Sie hat eine Gesamtlänge von ca.135 m und weist hohe Anteile an sanierungsbedürftiger Bausubstanz auf. Des Weiteren befinden sich hier einige Gebäude, die wegen ihres Erscheinungsbildes oder des Erscheinungsbildes des Anwesens, wegen der Lage des Gebäudes an exponierter Stelle oder im Ensemble mit weiteren städtebaulichen Dominanten eine besondere stadtgestalterische Bedeutung haben.

 

Von den Haupt- und Nebengebäuden wiesen 2001 etwa 8 Gebäude Sanierungs- oder Renovierungsbedarf auf und hatten bzw. haben aus oben genannten Gründen eine besondere Relevanz für das Stadtbild. 2008 wurde bei 10 Gebäuden Sanierungsbedarf festgestellt.

 

In der Poststraße bietet sich eine abwechslungsreiche Abfolge von Aufweitungen (vor allem im östlichen Bereich) und Engstellen (hauptsächlich im westlichen Bereich).

 

Strukturdaten

 

In der Poststraße liegen die Grundstücksgrößen zwischen 201 und 1.000 m². Mit insgesamt 61,5 % haben die Grundstücke zwischen 201 und 600 m² den größten Anteil, während die Grundstücke zwischen 801 und 1.000 m² mit 7,7 % den geringsten Anteil haben, aber immer noch über dem durchschnittlichen Anteil dieser Grundstücksgröße im gesamten Untersuchungsgebiet (3,7 %) liegen.

 

Die Wohndichte in der Poststraße lag 2001 bei 4,0 Einwohnern / Wohngebäude und ist somit nur unwesentlich geringer als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes. Wesentlich geringer war die Wohndichte im Jahr 2008 mit 2,2 Einwohnern / Wohngebäude.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur fiel 2001 besonders der mit 5,8 % extrem geringe Anteil der über 65-jährigen ins Auge, der 11% unter dem mittleren Anteil dieser Altersgruppe im gesamten Untersuchungsraum lag. Im Gegensatz dazu war der Anteil der 46-65-jährigen mit 32,7 % deutlich höher als im Mittel des Untersuchungsraumes (21,0). à Altersstruktur aufgrund unterschiedlicher Angaben unklar!

 

Der Ausländeranteil in der Poststraße lag 2001 bei 1,9 % und machte nur etwa ein Zehntel des durchschnittlichen Anteils dieser Bevölkerungsgruppe im Betrachtungsraum aus. 2008 lag der Ausländeranteil bei 10,6 %.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

13

Anzahl der Einwohner

52

Anzahl der Grundstücke

13

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,0

Anzahl der Hauptgebäude

21

Nettobaufläche in m²

7.697

Anzahl der Nebengebäude

7

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

13

Anzahl der Einwohner

47

Anzahl der Grundstücke

13

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2,2

Anzahl der Hauptgebäude

21

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

7

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

13

0

0

4

4

2

1

2

%

0

0

30,75

30,75

15,4

7,7

15,4

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

52

14

18

17

3

%

26,9

34,6

32,7

5,8

 

 

Stand 2001: Die Grundstücksinformationen zu den Gebäuden 6, 7 lagen zum Zeitpunkt der Berichtlegung nicht vor.

 

 

 


11.2.15    Bahnhofstraße

Die Bahnhofstraße ist die Verbindung von der Hauptstraße zu Friedrich-Ebert-Straße und hat eine Gesamtlänge von ca. 210 m.

 

Hier befanden sich 2001 weder sanierungsbedürftige Bausubstanz noch Gebäude mit besonderer stadtgestalterischer Relevanz. 2008 wurden 10 Gebäude mit Sanierungsbedarf festgestellt. Davon waren bzw. sind 6 Gebäude von besonderer stadtgestalterischer Bedeutung.

 

Strukturdaten

 

In der Bahnhofstraße liegen die Grundstücksgrößen zwischen unter 100 und 600 m². Den weitaus größten Anteil an der prozentualen Verteilung der Grundstücksgrößen haben die Grundstücke zwischen 201 und 400 m², die mit 63,6 % einen deutlich größeren Anteil haben als diese Grundstücksgröße im Durchschnitt des Betrachtungsraumes (23,8 %).

 

Die Wohndichte in der Bahnhofstraße lag 2001 bei 3,3 Einwohnern / Wohngebäude und war somit deutlich geringer als im Mittel des Untersuchungsgebietes. Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 3,2 Einwohnern / Wohngebäuden und entsprach damit fast dem Durchschnitt (3,3).

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur in der Bahnhofstraße war 2001 besonders der mit 46,1 % hohe Anteil der über 65-jährigen, der beinahe dreimal höher war als der durchschnittliche Anteil dieser Altersgruppe im gesamten Untersuchungsraum. Ebenso auffällig war im Gegensatz hierzu der extrem geringe Anteil der 0-18-jährigen der mit 7,7 % nur gut ein Drittel des mittleren Anteils dieser Altersgruppe im Untersuchungsgebiet ausmachte. Auch der Anteil 46-65-jährigen lag mit nur 7,7 % deutlich unter dem Mittelwert dieser Altersgruppe im Betrachtungsraum. Im Jahr 2008 machten die 19-45-jährigen den Hauptteil des Untersuchungsraumes aus, während die über 65-jährigen nur noch einen Anteil von 24,45 % hatten.

 

Der Ausländeranteil in der Bahnhofstraße fehlte 2001 vollständig. 2008 verzeichnete die Bahnhofsstraße einen Anteil an Ausländern von 8,8 %.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

12

Anzahl der Einwohner

13

Anzahl der Grundstücke

11

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,3

Anzahl der Hauptgebäude

14

Nettobaufläche in m²

3.189

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

12

Anzahl der Einwohner

45

Anzahl der Grundstücke

11

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,2

Anzahl der Hauptgebäude

14

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

5

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

11

1

1

7

2

0

0

0

%

9,1

9,1

63,6

18,2

0

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

13

1

5

1

6

%

7,7

38,5

7,7

46,1

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

45

1

22

11

11

%

2,2

48,9

24,45

24,45

 

Stand 2002: Die Grundstücksinformationen zum Gebäude 3 lagen zum Zeitpunkt der Berichtlegung nicht vor.

 

 


11.2.16    Turnstraße

Die Turnstraße ist eine Verbindung zwischen der Bitzenstraße im Osten und der Hauptstraße im Westen. Sie hat eine Gesamtlänge von ca.160 m und wies 2001 keinerlei sanierungsbedürftige Bausubstanz auf. Ebenso befanden sich hier keine Gebäude, die eine besondere stadtgestalterische Relevanz aufweisen. Im Jahr 2008 befanden sich hier ebenfalls keine Gebäude mit offensichtlichem Sanierungsbedarf, jedoch wurden 2 Gebäude mit stadtgestalterischer Relevanz festgestellt.

 

Strukturdaten

 

In der Turnstraße liegen die Grundstücksgrößen zwischen 101 und 800 m².

 

Die Wohndichte in der Turnstraße lag 2001 bei 1 Einwohner / Wohngebäude. Auch im Jahr 2008 war nur ein Gebäude durch eine Person bewohnt. Die statistische Aussagekraft ist aufgrund nur eines bewohnten Hauses sehr gering. Dies gilt auch für die übrigen Angaben.

 

Die Altersstruktur ist in der Turnstraße sehr auffällig: hier lag 2001 der Anteil der 19-45 Jährigen bei 100 %.Auch 2008 lag der Anteil der 46-65-Jährigen bei 100 %.

 

Der Ausländeranteil fehlt hier 2001 sowie 2008 vollständig.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

3

Anzahl der Einwohner

1

Anzahl der Grundstücke

3

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

1

Anzahl der Hauptgebäude

4

Nettobaufläche in m²

1.053

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

3

Anzahl der Einwohner

1

Anzahl der Grundstücke

3

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

1

Anzahl der Hauptgebäude

5

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

1

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

3

0

1

1

0

1

0

0

%

0

33,3

33,3

0

33,3

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

1

0

1

0

0

%

0

100

0

0

 

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

1

0

0

1

0

%

0

0

100

0

 

Stand 2002: Die Grundstücksinformationen zum Gebäude 3 lagen zum Zeitpunkt der Berichtlegung nicht vor.

 

 

 


11.2.17    Luitpoldplatz

Der Luitpoldplatz ist die Aufweitung zwischen der Bahnhofstraße im Norden und der Turnstraße im Westen.

Im Jahr 2008 ließen sich 9 Gebäude mit Sanierungsbedarf und 1 Gebäude sogar mit erheblichem Sanierungsbedarf erkennen.

 

Strukturdaten

 

Am Luitpoldplatz haben die meisten Grundstücke eine Größe von unter 100 bis 400 m². Ein Grundstück liegt zwischen 801 und 1.000 m². Den mit 57,1 % größten Anteil haben jedoch die Grundstücke zwischen 201 und 400 m², die den durchschnittlichen Anteil dieser Grundstücksgröße im gesamten Betrachtungsraum (23,8 %) um mehr als das Doppelte übersteigen.

 

Die Wohndichte am Luitpoldplatz lag 2001 bei 3,1 Einwohnern / Wohngebäude und war somit um  1 % geringer als im Durchschnitt des Untersuchungsgebietes. Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 3,5 Einwohnern / Wohngebäude.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur fiel 2001 besonders der mit 31,8 % hohe Anteil der 0-18-jährigen ins Auge, der fast 10 % über dem mittleren Anteil dieser Altersgruppe im Untersuchungsgebiet (21,9 %) lag. Im Gegensatz dazu war der Anteil der 46-65-jährigen mit nur 13,6 % kleiner als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes (21,0 %). à Altersstruktur aufgrund unterschiedlicher Angaben unklar!

 

Der Ausländeranteil am Luitpoldplatz war 2001 mit 4,5 % deutlich geringer als der Mittelwert des Untersuchungsraumes (19,6 %). 2008 lag dieser Anteil sogar nur bei 4%.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

9

Anzahl der Einwohner

22

Anzahl der Grundstücke

7

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,1

Anzahl der Hauptgebäude

8

Nettobaufläche in m²

2.253

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

9

Anzahl der Einwohner

25

Anzahl der Grundstücke

7

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,5

Anzahl der Hauptgebäude

7

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

7

1

1

4

0

0

1

0

%

14,3

14,3

57,1

0

0

14,3

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

22

7

7

3

5

%

31,8

31,8

13,6

22,8

 


11.2.18    Obersülzer Straße

Die Obersülzer Straße ist eine Verbindung von der Kirchheimer Straße in Richtung Osten und liegt auf einer Länge von ca. 145 m im Untersuchungsgebiet. In diesem Abschnitt befinden sich einige Gebäude mit sanierungsbedürftiger Bausubstanz, die alle auch eine besondere stadtgestalterische Relevanz aufweisen, die sich entweder aus dem Erscheinungsbild des Gebäudes / Anwesens selbst (erhaltene historische Fassadengliederung, besondere architektonische Details und Bauelemente), aus der Lage des Gebäudes an exponierter Stelle oder im Ensemble mit weiteren städtebaulichen Dominanten begründet.

 

Von den Haupt- und Nebengebäuden in der Obersülzer Straße wiesen 2001 etwa 5 Gebäude Renovierungs- oder Sanierungsbedarf auf. 2008 ließen nur noch 3 Gebäude Sanierungsbedarf erkennen. Alle diese Gebäude hatten und haben aus den oben beschriebenen Gründen eine besondere Relevanz für das Stadtbild.

 

Strukturdaten

 

In der Obersülzer Straße liegen die Grundstücke zwischen 201 und 1.000 m², jedoch ist die prozentuale Verteilung der Grundstücksgrößen aufgrund der geringen Anzahl an Grundstücken nicht charakteristisch und hat wenig Aussagekraft für die Statistik.

 

Die Wohndichte in der Obersülzer Straße lag 2001 bei 5 Einwohnern / Wohngebäude und war somit deutlich höher als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes (4,1). 2008 lag die Wohndichte sogar bei 5,75 Einwohnern / Wohngebäude.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur fiel 2001 besonders der mit nur 5 % sehr geringe Anteil der über 65-jährigen ins Auge, der nur knapp ein Drittel des mittleren Anteils dieser Altersgruppe (16,8 %) ausmachte. Im Gegensatz dazu hatten alle anderen Altersgruppen einen höheren Anteil an der Altersstruktur als im Durchschnitt des Untersuchungsgebietes. à fehlende Angaben zur Alterstruktur 2008

 

Der Ausländeranteil lag 2001 mit 30,0 % um die Hälfte höher als im Mittel des Betrachtungsraumes (19,6 %). Hier war bis zum Jahr 2008 keine Veränderung zu verzeichnen.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

4

Anzahl der Einwohner

20

Anzahl der Grundstücke

4

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

5

Anzahl der Hauptgebäude

6

Nettobaufläche in m²

2.349

Anzahl der Nebengebäude

5

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

4

Anzahl der Einwohner

23

Anzahl der Grundstücke

4

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

5,75

Anzahl der Hauptgebäude

4

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

4

0

0

1

1

0

2

0

%

0

0

25,0

25,0

0

50,0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

20

5

9

5

1

%

25,0

45,0

25,0

5,0

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

23

 

 

 

 

%

 

 

 

 

 

Stand 2002: Die Einwohnerangaben und die Grundstücksinformationen zum Gebäude 6a lagen zum Zeitpunkt der Berichtlegung nicht vor.

 

 

 

 

 

 


11.2.19    Kirchheimer Straße

Die Kirchheimer Straße ist die östliche Verlängerung der Obergasse, die in Richtung Süd-Osten aus dem Sanierungsgebiet hinausführt. Sie liegt auf einer Länge von ca. 230 im Betrachtungsraum und weist einen gewissen Anteil an sanierungsbedürftiger Bausubstanz auf. Einige dieser Gebäude weisen auch eine besondere stadtgestalterische Relevanz auf, die sich aus dem Erscheinungsbild des Gebäudes / Anwesens oder aus der Lage des Gebäudes an exponierter Stelle oder im Ensemble mit weiteren städtebaulichen Dominanten begründet.

 

Durch die Erweiterung des Untersuchungsbereichs gem. Stadtratsbeschluss vom 24.09.2008 wird ein größerer Teil der Kirchheimer Straße in das Untersuchungsgebiet miteinbezogen.

 

Von den ca.19 Haupt- und Nebengebäuden in der Kirchheimer Straße wiesen 2002 2 Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf auf. Weitere 2 Gebäude hatten einen Sanierungs- oder Renovierungsbedarf; diese beiden Gebäude hatten aus den oben beschriebenen Gründen eine besondere Relevanz für das Stadtbild. Im Jahr 2008 wiesen 7 der insgesamt 37 Haupt- und Nebengebäude erheblichen Sanierungsbedarf auf und weitere 8 waren bzw. sind modernisierungsbedürftig. Aufgrund der Erweiterung des Untersuchungsbereichs haben hier aktuell 19 Gebäude eine besondere Relevanz für das Stadtbild.

 

Strukturdaten

 

In der Kirchheimer Straße sind alle Grundstücksgrößen – von unter 100 bis über 1.000 m² – vertreten. Mit 33,3 % haben die Grundstücke zwischen 201 und 400 m² den größten Anteil und liegen über dem durchschnittlichen Anteil dieser Grundstücksgröße im gesamten Untersuchungsgebiet (23,8 %). Im Gegensatz dazu ist der Anteil der Grundstücke zwischen 101 und 200 m² mit 13,3 % merklich geringer als im Mittel des Betrachtungsraumes (25,0 %).

 

Die Wohndichte in der Kirchheimer Straße lag 2001 bei 2,9 Einwohnern / Wohngebäude und war somit geringer als im Durchschnitt des Untersuchungsraumes (4,1). Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 4,1 Einwohnern / Wohngebäude und somit etwas über dem Durchschnitt (3,3).

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur war 2001 auffällig, dass der Unterschied zwischen der Gruppe der 19-45-jährigen (35,0 %) und der 46-65-jährigen (30,0 %) nur 5 % betrug, während im Durchschnitt des Untersuchungsgebietes der Anteil der 46-65-jährigen (21,0 %) nur ca. die Hälfte des Anteils der 19-45-jährigen (40,3 %) ausmachte. à Altersstruktur 2008 fehlt!

 

2008 lag der Anteil an Ausländern bei 22%. Ein Vergleich mit 2001 ist nicht aussagekräftig, da die Datenbasis unterschiedlich war. 

 

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

16

Anzahl der Einwohner

10

Anzahl der Grundstücke

15

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2,9

Anzahl der Hauptgebäude

14

Nettobaufläche in m²

5.481

Anzahl der Nebengebäude

5

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

20

Anzahl der Einwohner

95

Anzahl der Grundstücke

23

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,1

Anzahl der Hauptgebäude

23

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

14

 

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

15

3

2

5

2

1

1

1

%

20,0

13,3

33,3

13,3

6,7

6,7

6,7

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

40

6

14

12

8

%

15,0

35,0

30,0

20,0


11.2.20    Bingerlochgasse

Die Bingerlochgasse führt von der Kirchheimer Straße zur L 463 und hat eine Gesamtlänge von ca. 115 m.

Hier befinden sich keine Gebäude besonderer stadtgestalterischer Relevanz und es ist auch keine sanierungsbedürftige Bausubstanz vorzufinden.

 

Die Bingerlochgasse hat den für den gesamten Stadtkern typischen Charakter enger Gassensituationen aufzuweisen.

 

Aktuelle Einwohnerstatistiken fehlen!

 

Strukturdaten

 

In der Bingerlochgasse haben die Grundstücke eine Größe zwischen unter 100 und 200 m². Mit 83,3 % sind die Grundstücke unter 100 m² am stärksten vertreten. Jedoch ist die statistische Aussagekraft aufgrund der recht geringen Anzahl an Grundstücken nicht besonders hoch.

 

Die Wohndichte in der Bingerlochgasse lag 2001 bei 5,5 Einwohnern / Wohngebäude und war somit höher als die durchschnittliche Wohndichte des Betrachtungsraumes.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur 2001 war besonders der mit 27,2 % sehr hohe Anteil der über 65-jährigen auffällig. Im Gegensatz dazu hatten alle anderen Altersgruppen einen geringeren Anteil an der Altersstruktur als im Durchschnitt des Untersuchungsraumes.

 

Der Ausländeranteil 2001 in der Bingerlochstraße war mit 18,2 % geringer als im Mittel des Betrachtungsraumes (19,6 %).

 

 

Strukturdaten

Anzahl der Flurstücke

7

Anzahl der Einwohner

11

Anzahl der Grundstücke

6

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

5,5

Anzahl der Hauptgebäude

5

Nettobaufläche in m²

590

Anzahl der Nebengebäude

2

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

6

5

1

0

0

0

0

0

%

83,3

16,7

0

0

0

0

0

 

Altersstruktur

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

 

2

4

2

3

%

18,2

36,4

18,2

27,2

 

 


11.2.21    Sausenheimer Straße

Die Sausenheimer Straße ist eine Verbindung von der Obersülzer Straße zur L 463 und hat eine Gesamtlänge von ca. 170 m. Sie liegt mit ihrer West- bzw. Nordseite im Untersuchungsgebiet und hatte 2001 keinerlei sanierungsbedürftige Bausubstanz oder Gebäude mit besonderer Relevanz für das Stadtbild aufzuweisen. Im Jahr 2008 wurde an einem Gebäude Sanierungsbedarf festgestellt und 2 Gebäude hatten bzw. haben Bausubstanz mit besonderer Stadtbildrelevanz.

 

Strukturdaten

 

In der Sausenheimer Straße haben die Grundstücke eine Größe von 201 bis über 1.000 m². Der mit 50,0 % sehr große Anteil der Grundstücke von 401 bis 600 m² liegt deutlich über dem durchschnittlichen Anteil dieser Grundstücksgröße im gesamten Untersuchungsgebiet (11,7 %). Jedoch ist auch hier die statistische Aussagekraft aufgrund der geringen Anzahl an Grundstücken sehr gering.

 

Die Wohndichte in der Sausenheimer Straße war 2001 mit 3,3 Einwohnern / Wohngebäude geringer als im Durchschnitt des Untersuchungsgebietes (4,1).

Im Jahr 2008 war die Wohndichte mit 3,4 Einwohnern / Wohngebäude etwas höher als 2002 und lag somit nur geringfügig über dem Durchschnitt (3,3).

 

Die Altersstruktur in der Sausenheimer Straße war 2001 insofern auffällig, als dass die Gruppe der über 65-jährigen keinen Anteil daran hatten. Des Weiteren fiel auf, dass die 46-65-jährigen mit 38,4 % den größten Anteil an der Altersstruktur hatten und dieser beinahe doppelt so hoch war wie im Mittel des Betrachtungsraumes (21,0 %). Ebenso war der Anteil der 0-18-jährigen mit 30,8 % viel höher als der durchschnittliche Anteil dieser Altersgruppe im Untersuchungsraum (21,9 %). à keine Altersstruktur 2008

 

2001 hatte der Abschnitt der Sausenheimer Straße keinen Ausländeranteil zu verzeichnen. Im Jahr 2008 lag der Anteil bei 6,6%.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

4

Anzahl der Einwohner

13

Anzahl der Grundstücke

4

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,3

Anzahl der Hauptgebäude

4

Nettobaufläche in m²

2.804

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

4

Anzahl der Einwohner

15

Anzahl der Grundstücke

4

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3,4

Anzahl der Hauptgebäude

4

Nettobaufläche in m²

2.804

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

4

0

0

1

2

0

0

1

%

0

0

25,0

50,0

0

0

25,0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

13

4

4

5

0

%

30,8

30,8

38,4

0


11.2.22    Vorstadt

Die Vorstadt ist eine Verbindung von der Kirchheimer Straße zur Sausenheimer Straße und hat eine Gesamtlänge von ca. 110 m, auf der sich einige Gebäude mit sanierungsbedürftiger Bausubstanz befinden, von denen eines auch stadtgestalterische Relevanz aufweist. Diese begründet sich entweder aus dem Erscheinungsbild des Gebäudes / Anwesens selbst (erhaltene historische Fassadengliederung, besondere architektonische Details und Bauelemente), aus der Lage des Gebäudes an exponierter Stelle oder im Ensemble mit weiteren städtebaulichen Dominanten.

 

Von den ca. 14 Haupt- und Nebengebäuden in der Vorstadt wiesen 2001 3 Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf auf. Ein weiteres Gebäude hatte einen Sanierungs- oder Renovierungsbedarf und war aus den oben genannten Gründen von besonderer Relevanz für das Stadtbild. Im Jahr 2008 wurde bei deutlich mehr Gebäuden Sanierungsbedarf festgestellt. Von 6 sanierungsbedürftigen Gebäuden liegt bei 5 ein erheblicher Sanierungsbedarf vor.

 

Strukturdaten

 

Die meisten Grundstücksgrößen liegen hier bei bis zu 400 m². Ein weiteres Grundstück hat eine Größe von über 1.000 m². Mit insgesamt 83,4 % haben die Grundstücke zwischen unter 100 und 200 m² den größten Anteil.

 

Die Wohndichte in der Vorstadt lag 2001 bei 2,6 Einwohnern / Wohngebäude und war deutlich geringer als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes (4,1). Im Jahr 2008 war die Wohndichte mit 1,9 Einwohnern / Wohngebäude noch geringer als 6 Jahre zuvor.

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur 2001 war besonders der mit 7,7 % sehr geringe Anteil der 0-18-jährigen auffällig, der nur gut ein Drittel des mittleren Anteils dieser Altersgruppe (21,9%) ausmachte. Im Gegensatz dazu war der Anteil der 46-65-jährigen mit 34,6 % deutlich höher als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes (21,0 %). Im Jahr 2008 waren die Anteile gleichmäßiger auf die Altersgruppen verteilt.

 

Der Ausländeranteil war 2001 mit 26,9 % um 10 % höher als der durchschnittliche Anteil dieser Bevölkerungsgruppe im Untersuchungsraum. Im Jahr 2008 lag der Anteil bei lediglich 9,5 %.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

12

Anzahl der Einwohner

26

Anzahl der Grundstücke

12

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2,6

Anzahl der Hauptgebäude

10

Nettobaufläche in m²

2.569

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

12

Anzahl der Einwohner

21

Anzahl der Grundstücke

12

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

1,9

Anzahl der Hauptgebäude

11

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

12

5

5

1

0

0

0

1

%

41,7

41,7

8,3

0

0

0

8,3

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

26

2

10

9

5

%

7,7

38,5

34,6

19,2

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

21

3

8

6

4

%

14,3

38,1

28,6

19


11.2.23    Spitalstraße

Die Spitalstraße ist eine Verbindung von der Obergasse in Richtung Süden und liegt auf einer Länge von ca. 80 m im Untersuchungsraum.

Hier befinden sich keine Gebäude mit besonderer Relevanz für das Stadtbild und auch keine Anteile an sanierungsbedürftiger Bausubstanz.

 

Aktuelle Statistiken fehlen!

 

Strukturdaten

 

In der Spitalstraße liegen die Grundstücke zwischen unter 100 und 400 m². Den größten Anteil haben mit 50,0 % die Grundstücke zwischen 101 und 200 m², die den mittleren Anteil dieser Grundstücksgröße im gesamten Untersuchungsgebiet (25,5 %) um das Doppelte übersteigen.

 

Die Wohndichte in der Spitalstraße war 2001 mit 2,0 Einwohnern / Wohngebäude nur knapp halb so groß wie im Durchschnitt des Betrachtungsraumes.

 

Die Altersstruktur 2001 war hier sehr auffällig: zum einen fehlte der Anteil der 0-18-jährigen vollständig, während die über 65-jährigen mit 40 % den größten Anteil an der Altersstruktur hatten und den durchschnittlichen Anteil dieser Altersgruppe im Untersuchungsraum (16,8 %) um mehr als das Doppelte überschritten haben.

 

 

 

Strukturdaten

Anzahl der Flurstücke

6

Anzahl der Einwohner

10

Anzahl der Grundstücke

6

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2

Anzahl der Hauptgebäude

7

Nettobaufläche in m²

855

Anzahl der Nebengebäude

3

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

6

2

3

1

0

0

0

0

%

33,3

50,0

16,7

0

0

0

0

 

Altersstruktur

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

10

0

3

3

4

%

0

30,0

30,0

40,0

 

 


11.2.24    Am Neutor

Die Straße Am Neutor ist eine Verbindung vom Westring zur Spitalstraße. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 120 m und liegt mit ihrer Nordseite im Untersuchungsgebiet.

Hier befinden sich keine Gebäude von besonderer stadtgestalterischer Relevanz und es sind keine Anteile an sanierungsbedürftiger Bausubstanz vorzufinden.

 

Die Straße befindet sich in einem Bereich, der im Rahmen der Fortschreibung der vorbereiteten Untersuchung infolge fehlender Indizien für Sanierungsbedarf nicht weiter betrachtet wird.

 

Strukturdaten

 

Am Neutor liegen die Grundstücke zwischen 201 und 600 m². Mit 75,0 % haben die Grundstücke von 201 bis 400 m² den weitaus größten Anteil, jedoch ist die statistische Aussagekraft der prozentualen Verteilung wegen der geringen Anzahl an Grundstücken Am Neutor sehr gering.

 

Die Wohndichte 2001 war Am Neutor mit 3 Einwohnern / Wohngebäude geringer als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes.

 

Die Altersstruktur 2001 war hier sehr auffällig: zum einen war der Anteil der 0-18-jährigen mit 41,7 % fast doppelt so hoch wie der durchschnittliche Anteil im gesamten Betrachtungsraum (21,9 %). Zum anderen war der Anteil der19-45-jährigen mit 33,3 % deutlich geringer als im Durchschnitt des Untersuchungsraumes (40,3 %); der Anteil der über 65-jährigen fehlte sogar vollständig.

 

Der Ausländeranteil war mit 8,3 % Am Neutor sehr viel geringer als der mittlere Anteil dieser Bevölkerungsgruppe im gesamten Betrachtungsraum (19,6 %)

 

 

Strukturdaten

Anzahl der Flurstücke

5

Anzahl der Einwohner

12

Anzahl der Grundstücke

4

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3

Anzahl der Hauptgebäude

4

Nettobaufläche in m²

1.489

Anzahl der Nebengebäude

5

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

4

0

0

3

1

0

0

0

%

0

0

75,0

25,0

0

0

0

 

Altersstruktur

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

12

5

4

3

0

%

41,7

33,3

25,0

0

 

 


11.2.25    Westring

Der Westring ist eine Verbindung vom Nordring in Richtung Süden. Er liegt auf einer Länge von ca. 100 m mit seiner Ostseite im Untersuchungsgebiet.

Hier befinden sich keine Gebäude mit besonderer Relevanz für das Stadtbild und auch keine Anteile sanierungsbedürftiger Bausubstanz.

 

Die Straße befindet sich in einem Bereich, der im Rahmen der Fortschreibung der vorbereiteten Untersuchung infolge fehlender Indizien für Sanierungsbedarf nicht weiter betrachtet wird.

 

Strukturdaten

 

Im Westring haben die Grundstücke eine Größe von 401 bis 800 m². Da jedoch nur sehr wenige Grundstücke im Untersuchungsgebiet liegen, ist die statistische Aussagekraft der prozentualen Verteilung der Grundstücksgrößen hier sehr gering.

 

Die Wohndichte im Westring lag 2001 bei 2 Einwohnern / Wohngebäude. Jedoch sind die statistischen Werte aufgrund der geringen Einwohnerzahl im relevanten Abschnitt des Westringes nicht besonders aussagekräftig.

 

Die Altersstruktur im Westring war 2001 insofern sehr auffällig, als dass der Anteil der 0-18-jährigen vollständig fehlte. Des Weiteren lag der Anteil der 46-65-jährigen mit 50,0 % mehr als doppelt so hoch als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes (21,0%).

 

Der Ausländeranteil fehlt im Westring.

 

 

Strukturdaten

Anzahl der Flurstücke

2

Anzahl der Einwohner

4

Anzahl der Grundstücke

2

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2

Anzahl der Hauptgebäude

2

Nettobaufläche in m²

1.341

Anzahl der Nebengebäude

2

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

2

0

0

0

1

1

0

0

%

0

0

0

50,0

50,0

0

0

 

Altersstruktur

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

4

0

1

2

1

%

0

25,0

50,0

25,0


11.2.26    Bleichgraben

Der Bleichgraben ist eine Verbindung von der Straße Am Stadtgraben in Richtung Nord-Westen und liegt auf einer Länge von ca.140 m im Untersuchungsgebiet.

Hier befinden sich keine Gebäude von besonderer Relevanz für das Stadtbild und auch keine Anteile sanierungsbedürftiger Bausubstanz.

 

Die Straße befindet sich in einem Bereich, der im Rahmen der Fortschreibung der vorbereiteten Untersuchung infolge fehlender Indizien für Sanierungsbedarf nicht weiter betrachtet wird.

 

Strukturdaten

 

Im Bleichgraben liegen die Grundstücke zwischen unter 100 und 800 m². Wie auch im gesamten Untersuchungsgebiet, ist der Anteil der Grundstücke zwischen 101 und 200 m² am größten; er liegt hier jedoch mit 43,1 % deutlich über dem mittleren Anteil dieser Grundstücksgröße im Untersuchungsraum (25,0 %).

 

Die Wohndichte im Bleichgraben war 2001 mit 4,5 Einwohnern / Wohngebäude etwas höher als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes (4,1).

 

Bei der Betrachtung der Altersstruktur 2001 war besonders der mit 10,2 % geringe Anteil der 0-18-jährigen sehr auffällig, der nur knapp die Hälfte des durchschnittlichen Anteils dieser Altersgruppe im Untersuchungsraum (21,9 %) ausmachte. Im Gegensatz hierzu ist der Anteil der 46-65-jährigen mit 34,7 % merklich höher als im Mittel des Betrachtungsgebietes (21,0 %).

 

Der Ausländeranteil im Bleichgraben lag 2001 bei 14,3 % und war somit geringer als der durchschnittliche Anteil dieser Bevölkerungsgruppe im Untersuchungsraum (19,6 %).

 

 

Strukturdaten

Anzahl der Flurstücke

17

Anzahl der Einwohner

49

Anzahl der Grundstücke

13

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,5

Anzahl der Hauptgebäude

13

Nettobaufläche in m²

3.738

Anzahl der Nebengebäude

7

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

13

1

6

3

1

2

0

0

%

7,7

46,1

23,1

7,7

15,4

0

0

 

Altersstruktur

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

49

5

18

17

9

%

10,2

36,7

34,7

18,4

 

 


11.2.27    Am Stadtgraben

Die Straße am Stadtgraben bildet eine Verbindung von der Berggasse im Norden zur Obergasse im Süden. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 460 m und liegt hauptsächlich mit ihrer Ostseite im Untersuchungsgebiet.

Hier befinden sich keine Gebäude von besonderer Relevanz für das Stadtbild und auch keine Anteile an sanierungsbedürftiger Bausubstanz.

 

Am Stadtgraben ist eine Abfolge von Aufweitungen und Engstellen (hauptsächlich im südlichen Bereich, hier fehlende Durchfahrtsmöglichkeit) vorzufinden.

 

Strukturdaten

 

Das einzige im Untersuchungsgebiet gelegene Grundstück der Straße Am Stadtgraben hat eine Größe von 401 bis 600 m².

 

Die Wohndichte Am Stadtgraben lag 2001 bei 3 Einwohnern / Wohngebäude und war somit geringer als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes. Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 6 Einwohnern / Wohngebäude.

 

Aufgrund der geringen Einwohnerzahl im relevanten Teil der Straße Am Stadtgraben war die Altersstruktur 2001 auffällig: so lag der Anteil der 19-45-jährigen bei 33,3 %, der der 46-65-jährigen bei 66,7 %, während die anderen Altersgruppen keinen Anteil an der prozentualen Verteilung der Altersstruktur hatten. à keine Angaben zur Altersstruktur 2008

 

Der Ausländeranteil 2001 fehlte hier vollständig. Im Jahr 2008 waren ebenfalls keine ausländischen Mitbürger zu verzeichnen.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

1

Anzahl der Einwohner

3

Anzahl der Grundstücke

1

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

6

Anzahl der Hauptgebäude

2

Nettobaufläche in m²

407

Anzahl der Nebengebäude

2

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

2

Anzahl der Einwohner

6

Anzahl der Grundstücke

2

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

3

Anzahl der Hauptgebäude

2

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

1

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

1

0

0

0

1

0

0

0

%

0

0

0

100

0

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

3

0

1

2

0

%

0

33,3

66,7

0

 


11.2.28    Lateinschulgasse

Die Lateinschulgasse ist die Verbindung von der Neugasse im Osten zum Bleichgraben im Westen und hat eine Gesamtlänge von ca. 130 m, auf denen weder Gebäude besonderer stadtgestalterischer Relevanz oder Anteile sanierungsbedürftiger Bausubstanz vorzufinden sind.

 

Auch in der Lateinschulgasse ist der für den gesamten Stadtkern typische Charakter enger Gassensituationen vorzufinden.

 

Die Straße befindet sich in einem Bereich, der im Rahmen der Fortschreibung der vorbereiteten Untersuchung infolge fehlender Indizien für Sanierungsbedarf nicht weiter betrachtet wird.

 

Strukturdaten

 

In der Lateinschulgasse liegen die Grundstücksgrößen zwischen 401 und 800 m², jedoch ist die statistische Aussagekraft aufgrund der unbedeutenden Anzahl an Grundstücken sehr gering.

 

Die Wohndichte in der Lateinschulgasse lag 2001 bei 5,5 Einwohnern / Wohngebäude und war somit höher als die durchschnittliche Wohndichte des Untersuchungsgebietes (4,1)

 

Die Altersstruktur war 2001 nur geringfügig von der durchschnittlichen prozentualen Verteilung der Altersgruppen im Untersuchungsgebiet zu unterscheiden und somit nicht besonders auffällig.

 

Auch in der Lateinschulgasse fehlt der Ausländeranteil.

 

 

Strukturdaten

Anzahl der Flurstücke

2

Anzahl der Einwohner

11

Anzahl der Grundstücke

2

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

5,5

Anzahl der Hauptgebäude

3

Nettobaufläche in m²

1.175

Anzahl der Nebengebäude

2

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

2

0

0

0

1

1

0

0

%

0

0

0

50,0

50,0

0

0

 

Altersstruktur

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

11

3

4

2

2

%

27,3

36,3

18,2

18,2

 

 


11.2.29    Beim Bergtor

Die Straße Beim Bergtor ist eine Verlängerung der Straße Auf der Holde Richtung Norden, wo sie auf die Berggasse trifft. Sie liegt auf einer Länge von ca. 50 m mit ihrer Ostseite im Untersuchungsgebiet und weist keine sanierungsbedürftige Bausubstanz und auch keine Gebäude mit besonderer Relevanz für das Stadtbild auf.

 

Die Straße befindet sich in einem Bereich, der im Rahmen der Fortschreibung der vorbereiteten Untersuchung infolge fehlender Indizien für Sanierungsbedarf nicht weiter betrachtet wird.

 

Strukturdaten

 

Das einzige im Untersuchungsgebiet gelegene Grundstück in der Straße Beim Bergtor hat eine Größe von 601 bis 800 m². Jedoch ist auch hier die statistische Aussagekraft nicht gegeben.

 

Mit 7 Einwohnern / Wohngebäude lag die Wohndichte 2001 in der Straße Beim Bergtor deutlich höher als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes.

 

Die Altersstruktur 2001 war hier sehr auffällig: so hatte die Gruppe der 46-65-jährigen keinen Anteil an ihr, während der Anteil der 19-45-jährigen mit 57,1 % deutlich über dem durchschnittlichen Anteil dieser Altersgruppe im Untersuchungsgebiet (40,3 %) lag.

 

Der Ausländeranteil liegt auch in der Straße Beim Bergtor bei 0 %.

 

 

Strukturdaten

Anzahl der Flurstücke

1

Anzahl der Einwohner

7

Anzahl der Grundstücke

1

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

7

Anzahl der Hauptgebäude

1

Nettobaufläche in m²

607

Anzahl der Nebengebäude

1

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

1

0

0

0

0

1

0

0

%

0

0

0

0

100

0

0

 

Altersstruktur

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

7

2

4

0

1

%

28,6

57,1

0

14,3

 


11.2.30    Pfad am Brennofen

Der Pfad am Brennofen ist die westliche Verlängerung der Jakobstraße und trifft dann auf den Brennofenpfad.

Hier befinden keine Gebäude mit besonderer Relevanz für das Stadtbild. 2008 wurde an einem Gebäude erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt.

 

Strukturdaten

 

Das im Untersuchungsgebiet gelegene Grundstück im Pfad am Brennofen hat eine Größe von über 1.000 m².

 

Die Wohndichte im Pfad am Brennofen lag 2001 bei 2 Einwohnern / Wohngebäude und war somit deutlich geringer als im Mittel des Untersuchungsraumes. Im Jahr 2008 lag die Wohndichte sogar nur bei 1 Einwohner / Wohngebäude (Alter > 65 Jahre!).

 

 

Strukturdaten 2002

Anzahl der Flurstücke

1

Anzahl der Einwohner

2

Anzahl der Grundstücke

1

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2

Anzahl der Hauptgebäude

1

Nettobaufläche in m²

1.204

Anzahl der Nebengebäude

7

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

3

Anzahl der Einwohner

2

Anzahl der Grundstücke

2

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

1

Anzahl der Hauptgebäude

2

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

7

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

1

0

0

0

0

0

0

1

%

0

0

0

0

0

0

100

 

Altersstruktur 2002

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

2

0

0

0

2

%

0

0

0

100

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

1

0

0

0

1

%

0

0

0

100

 

 

 


11.2.31    Weedengasse

Die Weedengasse ist eine Verbindung von der Hauptstraße im Osten zur Neugasse im Westen. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 80 m und hatte 2001 weder sanierungsbedürftige Bausubstanz noch Gebäude mit besonderer stadtgestalterischer Relevanz aufzuweisen. Im Jahr 2008 konnte ein Gebäude mit Sanierungsbedarf und ein Gebäude mit Stadtbildrelevanz festgestellt werden.

 

In der Weedengasse herrscht dieenge Gassensituation vor, die charakteristisch für den gesamten Bereich des historischen Stadtkerns ist.

 

Strukturdaten

 

Die in der Weedengasse gelegenen Grundstücke haben eine Größe von unter 100 bis 400 m². Den größten Anteil an der prozentualen Verteilung haben die Grundstücke von 201 bis 400 m² mit 66,7 %, die somit deutlich über dem mittleren Anteil dieser Grundstücksgröße im gesamten Ungersuchungsgebiet (23,8 %) liegen.

 

Die Wohndichte war 2001 in der Weedengasse mit nur 1,8 Einwohnern / Wohngebäude deutlich geringer als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes. Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei 1,7 Einwohnern / Wohngebäude und war somit auch deutlich unter dem Durchschnitt (3,3).

 

Die Altersstruktur in der Weedengasse war 2001 auffällig: so hatte die Gruppe der 0-18-jährigen keinerlei Anteil an ihr, während die Gruppe der über 65-jährigen mit 43,2 % den durchschnittlichen Anteil dieser Altersgruppe um mehr als das Doppelte überstiegen hatte. Im Jahr 2008 teilten sich die 46-65-jährigen und die über 65-jährigen die höchsten Anteile im Betrachtungsraum.

 

 

Strukturdaten 2002

Anzahl der Flurstücke

3

Anzahl der Einwohner

7

Anzahl der Grundstücke

3

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

1,8

Anzahl der Hauptgebäude

4

Nettobaufläche in m²

660

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

3

Anzahl der Einwohner

5

Anzahl der Grundstücke

3

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

1,7

Anzahl der Hauptgebäude

4

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

4

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

3

1

0

2

0

0

0

0

%

33,3

0

66,7

0

0

0

0

 

Altersstruktur 2002

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

7

0

2

2

3

%

0

28,6

28,6

42,8

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

5

0

1

2

2

%

0

20

40

40


11.2.32    Östlicher Graben

Der Östliche Graben ist zweigeteilt: der nördliche Abschnitt führt von der Ringgasse zur Poststraße. Dieser Abschnitt hat eine Gesamtlänge von ca. 180 m und weist einige Gebäude mit erheblichem Sanierungsbedarf auf. Jedoch hat keines der Gebäude eine besondere Relevanz für das Stadtbild.

Der südliche Abschnitt des Östlichen Grabens führt von der Turnstraße zur Kirchheimer Straße und hat eine Gesamtlänge von ca. 85 m. Dieser Abschnitt weist weder sanierungsbedürftige Bausubstanz noch Gebäude mit besonderer stadtgestalterischerer Relevanz auf.

 

Von den Haupt- und Nebengebäuden im Östlichen Graben wiesen 2001 3 Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf auf. 2008 waren es 5 Gebäude, bei denen erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt wurde.

 

Der nördliche Abschnitt des östlichen Grabens hat aufgrund seiner Aufweitung einen eher platzartigen Charakter, während der südliche Abschnitt einen herkömmlichen Straßenzug beschreibt.

 

Strukturdaten

 

Im Östlichen Graben liegen die Grundstücksgrößen zwischen unter 100 und 400 m². Wie auch im gesamten Betrachtungsraum haben die Grundstücke zwischen 101 und 200 m² den größten Anteil an der prozentualen Verteilung; hier ist dieser mit 61,5 % jedoch sehr viel höher als im Durchschnitt.

 

Im Jahr 2001 lag die Wohndichte im Östlichen Graben mit 5,3 Einwohnern / Wohngebäude  über der durchschnittlichen Wohndichte des Untersuchungsgebietes. 2008 lag die Wohndichte bei 6,7 Einwohnern / Wohngebäuden (Anteil Mehrfamilienhäuser).

 

Die Altersstruktur war hier sehr auffällig: der Anteil der über 65-jährigen lag mit 43,2 % mehr als zweimal über dem durchschnittlichen Anteil dieser Altersgruppe (16,8 %) im gesamten Untersuchungsgebiet. Im Gegensatz hierzu lagen die Anteile der 0-18-jährigen mit 12,2 % und der 19-45-jährigen mit 24,3 % sehr deutlich unter den durchschnittlichen Anteilen dieser Altersgruppen im Betrachtungsraum. à Altersstruktur aufgrund unterschiedlicher Angaben unklar!

 

Der Ausländeranteil im Östlichen Graben war 2001 mit 13,5 % geringer als im Mittel des Untersuchungsgebietes (19,6 %). Im Jahr 2008 lag der Anteil an Ausländern bei 13,8 %.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

14

Anzahl der Einwohner

74

Anzahl der Grundstücke

13

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

5,3

Anzahl der Hauptgebäude

11

Nettobaufläche in m²

1.806

Anzahl der Nebengebäude

6

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

14

Anzahl der Einwohner

87

Anzahl der Grundstücke

13

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

6,7

Anzahl der Hauptgebäude

13

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

11

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

13

3

8

2

0

0

0

0

%

23,1

61,5

15,4

0

0

0

0

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

74

9

18

15

32

%

12,2

24,3

20,3

43,2

 

 

 

 


11.2.33    Hauptstraße

Die Hauptstraße (Fußgängerzone) bildet die ursprüngliche Verbindung zwischen dem Leininger Oberhof und dem ehem. Rathaus. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 430 m und weist einen großen Anteil an zum Teil erheblich sanierungsbedürftiger Bausubstanz auf.

Etliche dieser Gebäude und auch andere, bereits sanierte und erhaltenswerte Gebäude, haben eine besondere stadtgestalterische Relevanz, die sich entweder aus dem Erscheinungsbild des Gebäudes / Anwesens selbst (erhaltene historische Fassadengliederung, besondere architektonische Details und Bauelemente) oder aus der Lage des Gebäudes an exponierter Stelle bzw. im Ensemble mit weiteren städtebaulichen Dominanten begründet.

 

Von den Haupt- und Nebengebäuden in der Hauptstraße wiesen 2001 etwa 19 Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf auf; etwa ein Viertel hiervon war bzw. ist aus den oben beschriebenen Gründen von besonderer Relevanz für das Stadtbild.

Etwa 8 weitere Gebäude hatten einen Renovierungs- oder Sanierungsbedarf, jedes dieser Gebäude hatte eine besondere stadtgestalterische Relevanz. Im Jahr 2008 wurde bei ca. 20 Gebäuden Sanierungsbedarf festgestellt. Gleichzeitig hat aber auch bei einigen Gebäuden eine zumindest teilweise Sanierung, meist der straßenraum zugewandten Fassade stattgefunden.

 

Im Vergleich zu den benachbarten, zum Teil sehr engen Gassensituationen im Stadtkern, weist die Hauptstraße eine abwechslungsreiche Folge von Aufweitungen (vor allem im nördlichen Bereich) und Engstellen (vor allem im südlichen Bereich) auf.

 

Strukturdaten

 

In der Hauptstraße sind fast alle Grundstücksgrößen vertreten, nur keines der Grundstücke liegt zwischen 601 und 800 m². Wie auch im gesamten Betrachtungsraum haben die Grundstücke zwischen 101 und 200 m² mit 34,2 % den größten Anteil an der prozentualen Verteilung.

 

Die Wohndichte entsprach 2001 mit 4,1 Einwohnern / Wohngebäude genau der mittleren Wohndichte des gesamten Untersuchungsgebietes. Im Jahr 2008 lag die Wohndichte bei lediglich 2,4 Einwohnern / Wohngebäude.

à Der Ortskern leidet unter dem demographischen Wandel.

 

In der Hauptstraße war die Altersstruktur 2001 nicht besonders auffällig; auch 2008 verteilten sich die Anteile gleichmäßig auf die verschiedenen Altersgruppen.

Sie entsprach – mit gewissen Abweichungen – der des gesamten Betrachtungsraumes.

 

Der Ausländeranteil war 2001 mit 32,2 % um gut ein Drittel höher als im Durchschnitt des Betrachtungsraumes (19,6 %). Der Ausländeranteil ist bis zum Jahr 2008 auf 16,4 % gesunken.

 

 

Strukturdaten 2001

Anzahl der Flurstücke

87

Anzahl der Einwohner

227

Anzahl der Grundstücke

76

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

4,1

Anzahl der Hauptgebäude

90

Nettobaufläche in m²

19.919

Anzahl der Nebengebäude

18

 

 

Strukturdaten 2008

Anzahl der Flurstücke

87

Anzahl der Einwohner

213

Anzahl der Grundstücke

76

Wohndichte (EW/Wohngebäude)

2,4

Anzahl der Hauptgebäude

89

Nettobaufläche in m²

 

Anzahl der Nebengebäude

25

 

 

Grundstücksgrößen in m²

Grundst.

< 100

101-200

201-400

401-600

601-800

801-1.000

>1.000

76

14

26

19

13

0

3

1

%

18,4

34,2

25,0

17,1

0

4,0

1,3

 

Altersstruktur 2001

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

227

56

96

39

36

%

24,7

42,3

17,2

15,8

 

Altersstruktur 2008

Einwohner

0-18 Jahre

19-45 Jahre

46-65 Jahre

> 65 Jahre

213

49

91

42

31

%

23

42,7

19,7

14,6

 

 

 

 


11.3      Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung im Vergleich (2002)

Der Anteil der Kinder bis zu 6 Jahren an der Gesamtbevölkerung des Untersuchungsraumes betrug 1961 10,11 %, 1970 9,19% und 1987 5,89 %. Dieser starke Rückgang spiegelte den allgemeinen Trend der rückläufigen Geburtenzahlen wider. Im Gegensatz dazu sind die Zahlen im Jahr 2001 wieder angestiegen. Jetzt beträgt der Anteil dieser Altersgruppe 7,33 %; der erwartete weitere Rückgang der „unter 6-jährigen“ ist also ausgeblieben. Somit liegt der Anteil im Untersuchungsraum über dem Landkreisdurchschnitt von 6,11 % (1999).

 

Im Bereich der schulpflichtigen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre beträgt der Anteil 11,11 %. Hier machen sich die geburtenschwachen Jahrgänge der vergangenen Jahre deutlicher bemerkbar als im überörtlichen Trend: im Landkreisdurchschnitt beträgt der Anteil der 6-18-jährigen immerhin noch 13,17 % (1999).

 

Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung (zwischen 19 und 65 Jahre) verzeichnet nach einem deutlichen Anstieg von 58,84 % (1961) auf 55,95 % (1970) bis hin zu 62,88 % im Jahr 1987 wieder einen leichten Rückgang auf 62,04 % im Jahr 2001. Bei dieser Altersgruppe liegt der Untersuchungsraum nur geringfügig unter dem Vergleichswert des Landkreises, der 1999 bei 63,53 % lag.

 

Der Trend der zunehmenden Überalterung setzt sich weiter fort. Betrug der Anteil der über 65-jährigen im Jahr 1961 noch 9,77 %, stieg er bis auf 11,51 % im Jahr 1970, auf 14,23 % im Jahr 1987 und bis zum Jahr 2001 auf 15,6 %. Diese Entwicklung zur überalterten Gesellschaft ist im Landkreis noch viel deutlicher zu spüren: hier beträgt der Anteil der über 65-jährigen 17,2 % (1999).


11.4      Altersaufbau 2008

Durch die Änderungen des Untersuchungsbereichs gem. Stadtratsbeschluss vom 30.09.2008 wurden teilweise Bereiche erweitert. Des Weiteren sollen manche Teilbereiche im Rahmen der Fortschreibung der vorbereitenden Untersuchung nicht weiter betrachtet werden.

 

Bei den bevölkerungsstatistischen Daten in Bezug auf das Alter liegen immer die Erhebungen der gesamten Straße vor. Allerdings kann keine Zuordnung des Alters von Personen und ihrem exakten Wohnsitz erfolgen, da die Hausnummern in dieser Statistik fehlen. Daher ist die Untersuchung der Altersstruktur nicht in allen Straßen möglich, weshalb eine Gesamtbewertung fehlt.

 

Anhand der in den beschriebenen Strukturdaten beschriebenen Sachverhalten ist jedoch deutlich erkennbar, dass sich eine deutliche Tendenz zur Überalterung im Untersuchungsgebiet zeigt. Gerade aus dieser Tatsache heraus muß ein besonderes Anliegen der des Entwicklungskonzeptes „Aktives Stadtzentrum Grünstadt“ darin liegen, die Attraktivität als Wohnstandort v.a. für jüngere Haushalte, insbesondere auch Familien mit Kindern deutlich zu verbessern. 


11.5      Fragebogen zur Mitwirkungsbereitschaft und zum Sanierungsbedarf


11.6      Organigramm

 


11.7       



[1] Stadtmarketing Grünstadt, Marketing Handbuch, erstellt durch: CIMA Stadtmarketing GmbH, München, Entwurfsfassung (Stand September 2007)

[2] Gesamtverkehrsplan für die Stadt Grünstadt, erstellt durch MODUS CONSULT, Ulm November 2006

[3] vgl. www.ism.rlp.de

[4] Vgl. Plan 516_1 „Entwicklung der Stadtstruktur“

[5] Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz: Landesentwicklungsprogramm (LEP IV), 2008.

[6] Krautzberger in: Battis, Krautzberger, Löhr: BauGB – Baugesetzbuch, 6. Auflage, München, 1998, § 136, Rn. 9.

[7] Vgl. Plan:  516_3 „Vorbereitende Untersuchung, Aktualisierung 2008“

[8] Fragebogen im Anhang

[9] Vgl. Plan 516_2 „Ermittlung der Mitwirkungsbereitschaft“

[10] Insgesamt wurden ca. 1.870 Fragebögen verschickt. Der Gesamtrücklauf (inkl. telefonischer Befragungen) betrug ca. 460, was einer Rücklaufquote von annähernd 25% entspricht. Die Verteilung der befragten Eigentümer / Mieter im Untersuchungsgebiet ist in Plan „Ermittlung der Mitwirkungsbereitschaft“ dokumentiert. 

 

[11] Durch die Stadt Grünstadt wurden insgesamt 1870 Erhebungsbögen verschickt. Die Rücklaufquote (Schriftliche und fernmündliche Ergebnisse) lag bei ca. 460 entsprechend ca. 25% Konzeption und Auswertung durch WSW & Partner GmbH, Kaiserslautern, Mai 2009 

[12] Einzelhandelskonzept für die Stadt Grünstadt, Teil II – Haushaltsbefragung, Gewerbebefragung, erstellt durch: CIMA –Stadtmarketing GmbH, München, Dezember 2005

[13] Vgl. Plan 516_ 3

[14] Vgl. Plan 516_4 „Denkmalschutz und Gebäudezustand“

[15] Die Grundflächenzahl GRZ gibt an, wie viel Quadratmeter Grundfläche (durch Gebäude und Nebenanlagen) je Quadratmeter Grundstücksfläche bebaut sind. Eine GRZ von 0,5 entspricht z. B. einem Überbauungsgrad von 50%. 

[16] Vgl. Plan 516_5 „Bauliche Dichte und Gebäudezustand“

[17] Vgl. Plan 516_6

[18] Die Auswertung der Bürgerbefragung liegt in einer umfangreichen .ppt präsentation vor.

[19] Vgl. Plan 516_7 „Grün- und Freiflächensituation“

[20] Vgl. Plan 516_9 „Analyse Verkehrliche Situation“

[21] Vgl. Plan 516_8 „Lärmbelastung durch die L 516

[22] Modus Consult, Ulm November 2006

[23] Vgl. Plan 516_10 „Planungsrechtliche Situation / bestehende Bebauungspläne / Eigentumsverhältnisse“

[24] Vgl. Plan 516 Rahmenplan / Sanierungsziele (Vorentwurf)

[25] Vgl. Organigramm der Lenkungsgruppe im Anhang

[26] Krautzberger in: Battis, Krautzberger, Löhr: BauGB – Baugesetzbuch, 6. Auflage, München, 1998,         § 139, Rn 2.

[27] Vgl.: Krautzberger in: Battis, Krautzberger, Löhr: BauGB – Baugesetzbuch, 6. Auflage, München, 1998, § 139, Rn 6.

[28] Löhr in: Battis, Krautzberger, Löhr: BauGB – Baugesetzbuch, 6. Auflage, München, 1998, Vorbemerkung zu den § 152 bis 156a.

[29] Löhr in: Battis, Krautzberger, Löhr: BauGB – Baugesetzbuch, 6. Auflage, München, 1998, § 142, Rn 36.

[30] Krautzberger in: Battis, Krautzberger, Löhr: BauGB – Baugesetzbuch, 6. Auflage, München, 1998, § 141, Rn 3.

Unser Leistungsbild

Wir planen und bauen für Sie:

Letzte Aktualisierung:
25.01.2012 11:01

« Februar 2012 »
Februar
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829